Laut Medienberichten will Google dem US-Verteidigungsministerium künftig nicht länger künstliche Intelligenz für Kriegsführung zur Verfügung stellen. Ein Verantwortlicher des US-Unternehmens habe gegenüber den Mitarbeitern am Freitag erklärt, Google werde ein Projekt für den Einsatz künstlicher Intelligenz bei Drohnen des US-Militärs nicht verlängern, berichteten die New York Times und die Technologiewebseite Gizmodo unter Berufung auf interne Kreise. Die Vereinbarung sieht vor, dass Google Algorithmen bereitstellt, die dem Pentagon bei der Bewertung von Videobildern helfen und effizientere Drohnenangriffe ermöglichen sollen.

Den Berichten zufolge informierte die Chefin der Sparte Google Cloud, Diane Greene, ihre Mitarbeiter über den Ausstieg aus dem Deal. Der Vertrag im Wert von weniger als zehn Millionen Dollar läuft im kommenden Jahr aus.

Das sogenannte Project Maven hat die Google-Belegschaft gespalten, etliche Angestellte haben den Konzern aus Empörung über das Programm verlassen. Tausende andere unterzeichneten eine Petition, in der sie den Unternehmenschef Sundar Pichai baten, das Projekt einzustellen.

Zudem fordern die Angestellten eine Firmenpolitik, die generell eine Nutzung von Google-Technologie zum Zweck der Kriegsführung verhindert. Unterstützung für die Petition kam auch von der US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) und dem International Committee for Robot Arms Control (ICRAC), das sich dafür einsetzt, die militärische Nutzung von Robotern zu begrenzen.