Der US-Konzern Facebook plant einem Bericht zufolge, die Messengerdienste von WhatsApp, Instagram und Facebook-Messenger miteinander zu verbinden. Künftig solle ein Nachrichtenaustausch zwischen den unterschiedlichen Anwendungen möglich sein, berichtet die New York Times unter Berufung auf vier Personen, die in die Pläne involviert seien. Bisher können Nutzerinnen und Nutzer nur mit anderen Personen in Kontakt treten, wenn diese auf ihrem Smartphone oder Tablet über den gleichen Dienst verfügen. 

Dem Bericht zufolge blieben die einzelnen Anwendungen als unabhängige Dienste bestehen – allein der Nachrichtenaustausch würde vereinheitlicht. Die Pläne des Unternehmens befänden sich aber noch in der Anfangsphase und sollten zum Jahresende oder Anfang des Jahres 2020 abgeschlossen sein, hieß es.

In einer Stellungnahme teilte Facebook der New York Times mit, es wolle die "besten Messaging-Erfahrungen" bieten. Die Menschen wollten, dass der Nachrichtenaustausch "schnell, einfach, zuverlässig und privat" funktioniere. Der Konzern arbeite daran, die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ihrer Dienste zu verbessern. Zudem würden Möglichkeiten erwogen, wie man es erleichtern könne, dass Freunde und Familien sich auch über Netzwerkgrenzen hinweg erreichen.

Facebook steht immer wieder wegen des Umgangs mit Nutzerdaten in der Kritik. Im vergangenen Jahr litt der Ruf des Unternehmens unter anderem durch den Datenskandal um Cambridge Analytica. Ende September teilte Facebook dann auch noch mit, Ziel eines großangelegten Hackerangriffs geworden zu sein. In der Folge verlor Facebook in Europa zuletzt Nutzerinnen und Nutzer.