Der US-Konzern Apple hat mit seinen jüngsten Quartalszahlen die Erwartungen der Börse übertroffen. Zwar sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um fünf Prozent auf 58 Milliarden Dollar und der Gewinn um 16 Prozent auf 11,6 Milliarden Dollar. Allerdings übertraf der Hersteller von iPhone, iPad und der Mac-Computer mit diesen Zahlen die Prognosen der Analysten. Zudem schüttete Apple über einen Aktienrückkauf weitere 75 Milliarden Dollar an seine Anleger aus. Der Wert der Aktie stieg nach Bekanntgabe der Ergebnisse deshalb an.

Zuletzt hatte der Konzern vor allem mit schwachen Verkaufszahlen in China zu kämpfen sowie mit einem schwachen Weihnachtsgeschäft, wo deutlich weniger iPhones als in den vergangenen Jahren über die Ladentheken gingen. Das hatte Sorgen um die Nachfrage nach den Smartphones ausgelöst – dem wichtigsten Produkt des Konzerns, das immer noch mehr als die Hälfte seines Geschäfts ausmacht.

Apple-Chef Tim Cook zuversichtlich

Diese Flaute sieht Apple-Chef Tim Cook nun aber für überwunden. Bei der Veröffentlichung der Bilanzzahlen zeigte er sich zuversichtlich für den künftigen Geschäftsverlauf: Der schwächelnde iPhone-Absatz habe sich in den vergangenen Wochen wieder gebessert, sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Dies und die nach wie vor starke Nachfrage nach anderen Produkten wie der Apple Watch stimme den Konzern zuversichtlich, dass es nun wieder bergauf gehe, so Cook.

Tatsächlich legte das Geschäft mit iPads, Geräten wie der Apple Watch oder den kabellosen AirPods sowie den Onlinediensten des Konzerns – AppleMusic, App Store und dem Speicherdienst iCloud – auch im jüngst abgelaufenen Quartal zu. Mit der Apple Watch und den AirPods ist Apple außerdem inzwischen der erfolgreichste Hersteller von sogenannten Wearables.

Die mit dem iPhone erzielten Erlöse gingen allerdings um 17 Prozent auf 31,05 Milliarden Dollar zurück – so stark wie noch nie seit Einführung des Smartphones vor rund zehn Jahren. Der Konzern führt dies komplett auf die Entwicklung in sogenannten Wachstumsmärkten der Schwellen- und Entwicklungsländer zurück. Mit Preissenkungen und Rückkaufangeboten für alte Geräte will Apple die Kundinnen und Kunden dort zum Kauf eines seiner Smartphones bringen. Die Maßnahmen zeigten bereits Wirkung, hieß es aus Cupertino.

Samsung mit schlechteren Quartalszahlen

Dort dürften auch die Zahlen des größten Konkurrenten auf reges Interesse gestoßen sein. So musste Samsung Electronics am vergangenen Dienstag noch deutlichere Gewinneinbußen verkünden: Der Gewinn in den ersten drei Monaten 2019 sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp 57 Prozent auf umgerechnet 3,9 Milliarden Euro.