Facebook hat in diesem Jahr etwa 5,4 Milliarden gefälschte Accounts gesperrt, 3,2 Milliarden davon innerhalb von sechs Monaten. Dies bedeutet im Zeitraum von April bis September einen leichten Anstieg im Vergleich zu den vorherigen sechs Monaten, teilte das Unternehmen mit.

Beinahe alle gefälschten Profile sind Facebook zufolge entdeckt worden, bevor sie aktive Nutzerinnen und Nutzer des sozialen Netzwerks wurden. Sie würden also nicht zu den Nutzerzahlen hinzugerechnet, die das Unternehmen regelmäßig herausgibt. Facebook schätzt, dass etwa fünf Prozent seiner 2,45 Milliarden Profile gefälscht sind.

Das Unternehmen gab in einem Transparenzbericht, der erstmals auch den Internetdienst Instagram einschloss, Fortschritte im Kampf gegen Beiträge bekannt, die im Zusammenhang mit Terror, Hass, Suiziden, Kindesmissbrauch und Drogen stehen. Das Unternehmen teilte mit, innerhalb von sechs Monaten 18,5 Millionen solcher Inhalte entfernt zu haben. Im vorherigen halben Jahr seien es 13 Millionen gewesen.

Der Anstieg gehe auf eine verbesserte Erkennung zurück. Dennoch seien diese Technologien nicht perfekt, räumte der Konzern ein. Deshalb investiere Facebook weiter darin, Beiträge besser zu erkennen, die gegen die eigenen Grundsätze verstießen.

Der Transparenzbericht legt auch offen, dass die Zahl der Anfragen von Regierungen zu Nutzerinformationen erneut deutlich zugenommen haben. Sie stieg demnach in der ersten Jahreshälfte um 16 Prozent auf 128.617 Anfragen. Mit knapp 51.000 kommen die meisten davon von den USA, gefolgt von Indien, Großbritannien, Deutschland und Frankreich.