Twitter, Facebook, TikTok und mehrere Google-Dienste müssen in der EU künftig besonders entschieden gegen illegale Inhalte auf ihren Plattformen vorgehen. Die EU-Kommission stufte insgesamt 19 Dienste als "sehr große Onlineplattformen" und "sehr große Onlinesuchmaschinen" unter dem neuen Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) ein. Dazu gehören auch Zalando, Wikipedia, Booking.com, der Amazon Marketplace und der App Store von Apple.
Der DSA soll sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte auf ihren Seiten schneller entfernen als bislang. Für Nutzerinnen und Nutzer wird es wiederum einfacher, solche Inhalte zu melden. Grundsätzlich müssen große Dienste mehr Regeln befolgen als kleine. Für sehr große Plattformen und Suchmaschinen mit mehr als 45 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern im Monat gelten dabei besonders strenge Vorgaben. Denn aus Sicht der EU geht von ihnen ein besonders großes Risiko für die Gesellschaft aus.
Personalisierte Werbung für Minderjährige ist grundsätzlich verboten
Die nun
benannten Dienste haben vier Monate Zeit, ihre Pflichten unter dem DSA
zu erfüllen. Dazu gehört, dass sie selbst eine Risikobewertung zum
Umgang mit illegalen Inhalten aufsetzen. Hierzu zählen die Gefahr für
geschlechtsspezifische Gewalt sowie der Schutz von Minderjährigen und
ihrer mentalen Gesundheit. Die Berichte werden dann von der
EU-Kommission geprüft. Zudem ist es den Unternehmen verboten, Werbung
auf Grundlage sensibler Daten wie politischer Einstellungen oder der
sexuellen Orientierung anzuzeigen. Personalisierte Werbung für
Minderjährige ist grundsätzlich verboten. Unternehmen, die sich nicht an
die Regeln halten, drohen Strafen von bis zu sechs Prozent des
weltweiten Jahresumsatzes.
Die DSA-Regeln gelten ab dem 17.
Februar kommenden Jahres für alle Dienste, die unter das Gesetz fallen.
Zu den 19 designierten Plattformen und Suchmaschinen gehören außerdem
Alibaba AliExpress, Google Play, Google Maps, Google Shopping,
Instagram, LinkedIn, Pinterest, Snapchat, YouTube sowie die
Suchmaschinen von Google und Bing.
Twitter, Facebook, TikTok und mehrere Google-Dienste müssen in der EU künftig besonders entschieden gegen illegale Inhalte auf ihren Plattformen vorgehen. Die EU-Kommission stufte insgesamt 19 Dienste als "sehr große Onlineplattformen" und "sehr große Onlinesuchmaschinen" unter dem neuen Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) ein. Dazu gehören auch Zalando, Wikipedia, Booking.com, der Amazon Marketplace und der App Store von Apple.
Der DSA soll sicherstellen, dass Plattformen illegale Inhalte auf ihren Seiten schneller entfernen als bislang. Für Nutzerinnen und Nutzer wird es wiederum einfacher, solche Inhalte zu melden. Grundsätzlich müssen große Dienste mehr Regeln befolgen als kleine. Für sehr große Plattformen und Suchmaschinen mit mehr als 45 Millionen aktiven Nutzerinnen und Nutzern im Monat gelten dabei besonders strenge Vorgaben. Denn aus Sicht der EU geht von ihnen ein besonders großes Risiko für die Gesellschaft aus.