Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) fordert vom US-Computerbauer Apple mehr Transparenz beim Datenschutz. Apple müsse "unverzüglich offenlegen", welche Daten erfasst, wie lange sie gespeichert und wofür sie verwendet werden, sagte die Ministerin dem Hamburger Nachrichtenmagazin Spiegel . "Den Nutzern des iPhone und anderen GPS-fähigen Geräten muss klar sein, welche Informationen über sie gesammelt werden." Es wäre "undenkbar", sollte Apple tatsächlich Persönlichkeits- oder Bewegungsprofile von Nutzern erstellen. Sie erwarte, dass Apple deutschen Datenschützern Einblick in seine Datenbanken gewähre, sagte sie dem Magazin.

Apple verlangt laut Spiegel seit einigen Tagen, dass seine Kunden neue Geschäftsbedingungen akzeptieren. Darin heißt es demnach: Apple und unsere Partner und Lizenznehmer können ab sofort präzise Standortdaten erheben, nutzen und weitergeben. Diese Daten würden in anonymisierter Weise erhoben, die Nutzer würden nicht persönlich identifiziert.

Die Kritik bezieht sich vor allem darauf, dass Apple sehr vage bleibt und nicht spezifiziert, welche Daten gesammelt werden und wie lange und in welchem Zusammenhang diese gespeichert werden. Auch bleibt der Nutzer völlig im Dunkel darüber, wie er dem widersprechen kann.

Bislang ist nicht klar, ob Apples Datenpolitik hier nicht womöglich gegen deutsches Recht verstößt. Dieses fordert nämlich, dass Nutzer ausdrücklich über die Daten die über sie gesammelt werden informiert werden und dieser Sammlung ebenso ausdrücklich zustimmen müssen. Auch die Möglichkeit eines Widerspruchs muss gegeben sein.