Nach ihrem Angriff auf die US-Sicherheitsberater Stratfor haben die verantwortlichen Hacker laut eigener Erklärung nun große Mengen der dort erbeuteten Kundendaten im Netz veröffentlicht. Die Aktivisten, die sich als Teil der lose organisierten Gruppe Anonymous bezeichnen, veröffentlichten Links zu einer Datei, die rund 75.000 Namen, E-Mail-Adressen, Kreditkartennummern und Passwörter von Stratfor-Kunden enthalten soll.

Zudem seien darin 860.000 Benutzernamen und E-Mail-Adressen von Personen aufgelistet, die sich auf der Stratfor-Seite registriert hatten. Ganze 50.000 dieser E-Mail-Adressen gehören laut den Hackern Vertretern des US-Militärs und Regierungsbeamten. Inzwischen wurden die Inhalte auf den verlinkten Seiten jedoch gelöscht.

Weitere Attacken für Silvesternacht angekündigt

"Wir rufen alle verbündeten Schlachtschiffe, alle Armeen der Dunkelheit auf, diese Passwort-Listen und Kreditkarteninformationen zu nutzen und zu missbrauchen", teilten die Hacker in ihrer Meldung mit. Ziel sei "unheiliges Chaos über die Systeme und persönlichen E-Mail-Konten dieser reichen und mächtigen Unterdrücker zu bringen". 

Die Hacker kündigten für die Silvesternacht erneute Angriffe an. "Von Küste zu Küste" werde man eine Reihe amerikanischer Sicherheits- und Justizbehörden ins Visier nehmen. Es werde "Proteste des Lärms" vor Gefängnissen überall auf der Welt geben, "um Solidarität mit all jenen zu zeigen, die eingesperrt sind".

Das Sicherheitsunternehmen Stratfor entschuldigte sich unter anderem auf seiner Facebook-Seite für den Diebstahl. "Wir möchten unseren Kunden und Freunden versichern, dass es sich dabei nicht um eine neue Cyberattacke handelt, sondern um Informationen, die bei einem früheren Eindringen in das System gestohlen worden waren", hieß es.