Der US-Geheimdienst CIA wird verdächtigt, Mitarbeiter eines Überwachungsausschusses im Senat ausgespäht zu haben. Die CIA lasse intern untersuchen, ob Agenten die Computer von Mitarbeitern der Senatoren überwacht haben, bestätigte die demokratische Senatorin und Ausschussvorsitzende Dianne Feinstein. 

Zuvor hatte die New York Times berichtet, dass der Ausschuss ein 6.000 Seiten umfassendes, bislang geheim gehaltenes Gutachten über Folter und Misshandlungen von Terrorverdächtigen in Geheimgefängnissen erarbeitet habe, das die CIA schwer belaste.

Der Geheimdienstausschuss hatte den Bericht demnach im Dezember 2012 angenommen. Feinstein sagte damals, dass es ein "schrecklicher Fehler" gewesen sei, Verhörmethoden wie das Waterboarding einzusetzen. Dabei wird simuliert, dass der Verhörte ertrinkt. Die Methode wird von Menschenrechtlern als Folter eingestuft.

Mitglieder des Senats sind empört darüber, dass der Geheimdienst Mitarbeiter ausgespäht haben soll. "In einer Demokratie darf das nicht passieren", sagte der republikanische Senator John McCain. Der Demokrat Mark Udell schrieb nach Informationen der New York Times einen Brief an Präsident Barack Obama. Das "beispiellose" Vorgehen der CIA sei "unglaublich beunruhigend", soll Udell geschrieben haben.