Hacker haben ein Computersystem der Europäischen Zentralbank (EZB) geknackt. Die Kriminellen hätten E-Mail-Adressen und andere Kontaktdaten von Personen, die sich auf der Internetseite der EZB für deren Veranstaltungen registriert hatten, kopiert, teilte die Zentralbank mit. An interne Systeme oder sensible Marktdaten seien die Hacker aber nicht gelangt. Das geknackte Computersystem arbeite getrennt von den internen EZB-Systemen. 

Das Abschöpfen der Daten sei bemerkt worden, als eine anonyme E-Mail die Zentralbank erreicht habe, deren Absender Geld für die Zerstörung der kopierten Daten verlangte.

Viele der Daten waren laut EZB verschlüsselt, einige allerdings nicht – darunter E-Mail-Adressen, Anschriften und Telefonnummern. Die Zentralbank kündigte an, alle Personen zu informieren, die betroffen sein könnten. Zudem würden alle Passwörter in dem System vorsorglich geändert. Die Polizei habe die Ermittlungen aufgenommen.

In den vergangenen Monaten gelangten Hacker im Internet immer wieder an Daten – zum Teil wurden Millionen E-Mail-Adressen und andere Daten entwendet. So waren im Frühjahr bei Ermittlungen 18 Millionen E-Mail-Adressen samt Passwort entdeckt worden.