Nach dem Hackerangriff auf das Seitensprung-Portal Ashley Madison haben die Täter mit weiteren Cyberattacken gedroht. Nicht nur Websites, sondern "alle Unternehmen, die hunderte Millionen damit machen, dass sie von den Schmerzen, Geheimnissen und Lügen anderer profitieren" könnten Ziel weiterer Angriffe werden, erklärte die Gruppe namens The Impact Team in einem am Freitag veröffentlichten E-Mail-Wechsel mit der Medienwebsite Motherboard. Dem Seitensprung-Portal warf die Gruppe vor, über dessen Website werde auch Menschenhandel betrieben. Die Betreiber benähmen sich wie "Drogendealer, die Süchtige ausnutzen".

Die Hacker hatten vor wenigen Tagen vertrauliche Informationen über rund 32 Millionen Nutzer des Seitensprung-Portals ins Internet gestellt. Experten für Internetsicherheit stuften die veröffentlichten Daten, darunter Nutzernamen, Passwörter, Anschriften, E-Mail-Adressen und Telefonnummern, als echt ein. Auch rund 15.000 Nutzer mit Regierungs- oder Militäradressen sollen betroffen sein.

Gegenüber Motherboard erklärte The Impact Team, zu den erbeuteten Daten gehörten auch Zehntausende Fotos von Nutzern sowie Chat-Protokolle. Etwa ein Drittel der Nutzerfotos zeigten Penisse. Diese würden nicht veröffentlicht, erklärten die Hacker.