Einstellungen --> Datenschutz  --> Kamera

Mehrere Apps haben standardmäßig Zugriff auf die Kamera. © Screenshot ZEIT ONLINE

Laut Voreinstellung dürfen Programme wie der Browser Edge, aber auch Facebook, Twitter und sogar die App MSN Kochen & Genuss auf die Kamera des Geräts zugreifen. An dieser Stelle können Nutzer einzelnen oder auch allen Apps den Zugriff untersagen.

Anmerkung eines Lesers: "Die App Kochen & Genuss braucht Zugriff auf die Kamera, weil man die App auch per Gesten ähnlich wie bei Kinect steuern kann (damit man beim Kochen nicht mit den schmutzigen Fingern das Tablet oder das Notebook bedienen muss)."

Einstellungen --> Datenschutz --> Mikrofon

Das gilt auch für das Mikrofon eines Geräts. Dass Skype und der Sprachrekorder darauf zugreifen können, ist sinnvoll. Warum der Browser und Facebook das auch unbedingt können sollen, ist unklar. Zwar lässt sich das an dieser Stelle auch abschalten, aber viele werden den Edge-Browser ohnehin nur nutzen, um einen Open-Source-Browser wie den Firefox zu installieren. Den zum Standardbrowser zu machen, ist aber zu kompliziert, findet Mozilla-CEO Chris Beard. Er hat sich in einem offenen Brief an Microsoft-CEO Satya Nadella darüber beschwert.

Einstellungen --> Datenschutz --> Spracherkennung und Eingabe

Insbesondere über und für die virtuelle Assistentin Cortana und deren persönliche Empfehlungen sammelt Microsoft "Daten wie z. B. Standortinformationen und Standortverlauf Ihres Geräts, Kontakte, Spracheingaben, Suchverlauf, Kalenderinformationen, Inhalte und Kommunikationsverlauf von Nachrichten und Apps sowie andere Daten auf Ihrem Gerät", wie es in diesem FAQ heißt. Dort steht auch: "Diese Informationen werden auf Ihrem Gerät, Ihrem Cortana Notizbuch und in der Cloud auf dem Bing.com-Dashboard gespeichert" – also auf einem Microsoft-Server.

Unter Spracherkennung, Freihand und Eingabe lässt sich das Kennenlernen beenden. Das ist ein euphemistischer Ausdruck für "Übertragung von ziemlich vielen persönlichen Daten an Microsoft unterbinden". Damit wird Cortana aber komplett deaktiviert, ebenso die Diktierfunktion.

Einstellungen in Cortana: Wer alles deaktiviert, hat von der virtuellen Assistentin nicht mehr viel. © Screenshot ZEIT ONLINE

Auch in Cortana selbst lassen sich bestimmte Funktionen deaktivieren. Wer Cortana nicht sofort als Kachel auf seinem Desktop findet, kann einfach Cortana tippen und in dem sich öffnenden Fenster ganz oben auf Einstellungen und dort Cortana und Sucheinstellungen klicken. Nutzer, die hier einfach alles ausschalten, degradieren Cortana zu einer rein lokalen Suchfunktion.

Einstellungen --> Datenschutz --> Feedback und Diagnose

Wer nicht möchte, dass Microsoft beliebig häufig Feedback anfordert und sämtliche verfügbaren "Diagnose- und Nutzungsdaten" auswertet, muss hier zwei Felder neu einstellen. Ganz unterbinden lässt sich die Übertragung hier aber nicht, nur beschränken. Die entsprechende Einstellung heißt Einfach. 

Um überhaupt keine Telemetriedaten an Microsoft zu senden, müssen die Nutzer das in speziellen Editoren wie dem Group Policy Editor (gpedit) und dem Registry Editor (regedit) festlegen. Eine englische Beschreibung gibt es hier. Anfängerfreundlich ist das aber überhaupt nicht.