WhatsApp hat für alle seine Inhalte eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt. Das kündigten die Unternehmensgründer Jan Koum und Brian Acton im US-Magazin Wired an.

Bisher verschlüsselte der Messenger nur Nachrichten, die zwischen Android-Handys verschickt wurden, mit dem Ende-zu-Ende-Verfahren. Nun sind auch iPhones auf diese Weise geschützt. Zudem werden auch Videos, Fotos und Anrufe, die über die App ausgetauscht werden, verschlüsselt.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass die Inhalte nur für die beteiligten Nutzer sichtbar sein sollen – selbst WhatsApp kann sie nicht einsehen. Somit kann WhatsApp die Inhalte auch nicht mehr an Sicherheitsbehörden weitergeben.

Komplett sicher vor den Behörden sind WhatsApp-Nutzer aber nicht. Durch die Verschlüsselung können die Strafverfolger zwar die Kommunikation nicht mehr ausspähen, indem sie einfach nur den Datenverkehr abfangen. Möglich ist aber weiterhin, dass sie das Gerät hacken und zum Beispiel einen Keylogger installieren.

Mit der Verschlüsselung betreibt WhatsApp nun eine ähnliche Politik wie Apple. Das US-Unternehmen hatte sich wegen des besonderen Schutzes seiner Geräte auch mit dem FBI angelegt: Die US-Behörden hatten gegen Apple geklagt, weil der Konzern sich weigerte, beim Aushebeln des Passworts auf einem iPhone zu helfen. Das FBI kam nach eigenen Angaben mithilfe eines externen Dienstleisters an die Daten heran. Wie genau, ließen die Ermittler offen.

WhatsApp hat nach eigenen Angaben etwa eine Milliarde Nutzer. Das Unternehmen gehört zum Facebook-Konzern.