Laut einer Testreihe der Nachrichtenagentur AP sammelt Google auch Geodaten von Kunden, die sich in ihren Einstellungen explizit dagegen entschieden haben. Betroffen sind demnach weltweit mehr als zwei Milliarden Handys mit Android-Betriebssystem sowie mehrere Hundert Millionen iPhone-Nutzer.

Wie Wissenschaftler der Princeton University in New Jersey bestätigten, reicht es nicht aus, in der App Google Maps die Aufzeichnung der Reisedaten abzustellen. Auch automatische Updates in der Wetter-App und Eingaben im Browser von Google Chrome werden genutzt, um Geodaten zu sammeln.

Auf der Google-Supportseite ist zu lesen: "Sie können die Aufzeichnung Ihrer Ortungsdienste jederzeit abstellen. Ihre Aufenthaltsorte werden dann nicht mehr gespeichert." Laut AP ist das eben nicht der Fall. Manche Google-Apps zeichnen weiterhin Geodaten auf. Selbst nicht ortsgebundene Websuchen wie etwa nach "Schokoladenkeksen" sollen schon zur Aktivierung des Trackings führen können.  

Die sogenannten "Location Marker", also das regelmäßige Sammeln einzelner Ortungspunkte, werden in den USA auch von der Polizei genutzt, um den Standort von Verdächtigen festzustellen – und beschäftigte zuletzt immer wieder Gerichte. Mutmaßliche Straftäter hatten geklagt, dass mit dem Sammeln ihrer Daten ihre Persönlichkeitsrechte verletzt werden.

Eine detaillierte Anleitung, wie Nutzer dennoch das Aufzeichnen ihrer Daten unterbinden können, hat das Fachblatt Wired zusammengestellt.