Google gibt seinen Nutzerinnen und Nutzern künftig die Möglichkeit, bei dem Internetkonzern gespeicherte Daten zu besuchten Websites und Orten automatisch löschen zu lassen. Der Zeitraum kann auf drei oder 18 Monate eingestellt werden, wie Google in einem Blogeintrag mitteilte.

Bisher gab es bereits die Möglichkeit, der Protokollierung der Nutzung von Google-Diensten grundsätzlich zu widersprechen oder die Daten manuell zu löschen. Doch laut Blogeintrag forderten Nutzerinnen und Nutzer "einfachere Wege", die Suchhistorie zu verwalten. In den "kommenden Wochen" soll die Funktion verfügbar sein. Der Internetkonzern machte keine Angaben darüber, ob die automatische Löschung dann zunächst nur in den USA oder weltweit verfügbar sein wird.

Google zufolge macht die Auswertung von Nutzungsdaten die Dienste des Konzerns nützlicher. Zudem gehört es zum Geschäftsmodell des US-amerikanischen Unternehmens, personalisierten Werbeanzeigen zu schalten. Die automatische Löschung kann in den Accounteinstellungen unter Web- & App-Aktivität ausgewählt werden.

In Frankreich wurde Google wegen DSGVO-Verstößen verklagt

Im Januar hatte die die französische Datenschutzbehörde CNIL gegen Google eine Strafzahlung in Höhe von 50 Millionen Euro verhängt. Dabei ging es um Verstöße gegen die seit Mai 2018 geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Außerdem wurde kritisiert, dass Nutzerinnen bezüglich der Anzeige personalisierter Werbung nicht ausreichend informiert würden.

Facebook hatte bereits vor einem Jahr eine Software zur Löschung gespeicherter Nutzerinformationen angekündigt. Es ist immer noch in Entwicklung.