In Spiele-Blogs wurde schon länger spekuliert, dass Counterstrike & Co. demnächst endlich auch auf Macs spielbar werden. Immerhin hatte das amerikanische Unternehmen Valve in den vergangenen Monaten mit einer rätselhaften Werbekampagne auf sich aufmerksam gemacht. In der traten berühmte Valve-Figuren wie der Half-Life Protagonist Gordon Freeman oder Francis von Left 4 Dead in offenkundigen Apple-Werbe-Posen auf und verballhornten Appleslogans beispielsweise zu "I hate different". Auf einem weißen Brustpanzer von Freeman waren gar die Umrisse eines Apfels zu erkennen.

Bislang besaßen leidenschaftliche Computerspieler entweder einen PC oder eine Konsole. Wer mit dem Mac spielen wollte, der konnte das nur über Umwege, die oft mit lästigen Performance-Einbußen einhergingen. Doch künftig werden auch Mac-Besitzer problemlos ballern, hüpfen, tüfteln können. Zumindest, wenn sie sich mit der Online-Plattform Steam verbinden. Steam ist der Internetvertrieb des amerikanischen Herstellers Valve, bekannt unter anderem für die Ego-Shooter Half-Life und Counterstrike. Ab April werden diese Titel darüber auch auf einem Apple-Rechner spielbar sein, genauso wie Left 4 Dead 2, Team Fortress 2 und die Titel der Half-Life-Serie.

Steam-Kunden müssen einen Titel, den sie für ihren Windows-Rechner gekauft haben, nicht erneut erwerben, um ihn auch auf anderen Plattformen spielen zu können. Es ist sogar ein nahtloser Übergang inklusive Übernahme aktueller Spielstände möglich. Das gesamte Programm wolle man künftig plattformübergreifend anbieten, kündigte Valve an. Alle Titel kämen dann zeitgleich für die Xbox, den PC und für Mac. Als erstes neues Spiel wird das auf Portal 2 zutreffen, das vermutlich zum Weihnachtsgeschäft noch in diesem Jahr in den Handel kommt.

Die Plattform Steam hat nach eigenen Angaben derzeit rund 25 Millionen Nutzer weltweit. Das Valve-Team geht davon aus, dass die meisten Publisher und Entwickler, die über Steam vermarkten, diesen Weg unterstützen werden.

Nach Blizzard – bekannt für Titel wie World of Warcraft oder Starcraft –  gibt es damit einen weiteren Hersteller, der im größeren Stil Spiele für den Mac anbietet. Was ein weiterer Beleg für die generellere These ist, dass die Spiele der Zukunft von technischen Plattformen immer unabhängiger werden.