Die Leipziger Messe hat die Games Convention Online (GCO) abgesagt. Es habe in der Online-Spiele-Branche in diesem Jahr kaum Interesse an der Veranstaltung in Leipzig gegeben, begründete die Messegesellschaft den Schritt. Es rechne sich betriebswirtschaftlich nicht mehr. 

Damit ist die GCO nach nur zwei Auflagen beendet. Die Messe für Online-Spiele fand seit 2009 in Leipzig statt und hatte gut 40.000 Besucher.

Die GCO war so etwas wie der Rest der Games Convention. Diese Computerspielemesse fand bis 2008 in Leipzig statt und das erfolgreich. Dann jedoch wollte die Branche noch mehr. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungsindustrie, der die größten Firmen des Genres vertritt, hatte dem Standort Leipzig seine Zuneigung entzogen, zu wenig Standfläche und zu weit im Osten. Unter dem Namen Gamescom zog der Tross 2009 nach Köln um.

Übrig blieb der Versuch der Leipziger Messegesellschaft, sich das Thema zu erhalten. Der Markt der Online-Spiele wächst enorm, daher war man guter Hoffnung, damit ein Thema für eine eigenständige Messe gefunden zu haben. Außerdem war die GCO eher eine Fachveranstaltung. Das aber genügte offensichtlich nicht. Masse braucht es.

Die Gamescom, Europas größte Messe für Computer- und Videospiele, zählte im vergangenen Jahr 254.000 Besucher und 505 Aussteller.