Die Reihe The Legend of Zelda von Nintendo begeistert Generationen von Spielern. Sie handelt von der Fantasiewelt Hyrule, Prinzessin Zelda, dem bösen Zauberer Ganondorf und einem Helden namens Link, der die Welt retten muss. Simple Zutaten, die in den Händen der Entwicklerlegende Shigeru Miyamoto zum Welterfolg wurden.

In Zahlen drückt sich dieser Erfolg so aus: Weltweit wurden über 60 Millionen Zelda -Spiele verkauft. Die Reihe ist somit die erfolgreichste ihres Genres, einer Mischung aus Abenteuer und Rätseln. In absoluten Zahlen gibt es erfolgreichere Spiele, auch erfolgreichere von Miyamoto wie Super Mario Bros. oder Donkey Kong . Und obwohl Zelda praktisch nur auf Geräten von Nintendo lief und läuft, wurde die Figur ein fester Bestandteil der Videospielkultur.

Das liegt zum großen Teil an der perfekten Technik, für die die Reihe viele Auszeichnungen bekam: Die Zelda -Spiele sind mittlerweile auf 11 Konsolen erschienen, und auf jeder einzelnen war das Game so einfach wie genial umgesetzt. Jedes ließ sich gut bedienen und intuitiv spielen. Die Tatsache, dass Nintendo Zelda nur für seine eigenen Konsolen entwickelte, war dabei natürlich von Vorteil.

Mittlerweile ist die Zelda -Reihe auf 15 Teile gewachsen und dabei fällt auf: Nintendo entwickelt die Marke zwar kontinuierlich weiter, verändert sie aber dennoch nie in ihren Grundzügen. Spieler, die 1986 den Anfang der Serie erlebt haben, finden sich auch in den neuen Teilen sofort zurecht. Es ist Konzept, alte Gefühle immer wieder erneut abzufragen und den Spieler immer wieder zurück nach Hyrule zu holen.

Obwohl sich die Inhalte oft ähneln, ist die dramaturgische Qualität faszinierend. Abwechslungsreiche Landschaften, ein unverwechselbares Charakter-Design und neue Spielmechanismen sorgen für "magische Momente": Wenn der Spieler in Ocarina of Time sein Pferd Epona zum ersten Mal mit der Ocarina-Flöte herbeiruft, wenn er Link erstmals in A Link to the Past das Master-Schwert aus dem Stein ziehen lässt, sind das Erlebnisse, die im Gedächtnis bleiben. Davon lebt die Serie.

Aber es schlummert auch eine Gefahr darin. Besonders Fans der ersten Stunde wünschen sich irgendwann größere Veränderungen. Nach 25 Jahren durchaus verständlich, für Nintendo jedoch kein Grund, das bisherige Erfolgskonzept komplett zu ändern.

Nur selten weichen die Entwickler von diesem Ziel ab: Link’s Awakening beispielsweise war der erste Zelda -Titel für den Game Boy. Allerdings gab es in diesem Spiel weder das Land Hyrule , noch kam die Namensgebende Prinzessin Zelda darin vor. Trotzdem gelang es Nintendo, mit neuen Spielideen zu überzeugen auch daraus einen Erfolg zu machen.