Der letzte Teil der Harry-Potter-Verfilmungen spielte am Eröffnungswochenende 483 Millionen Dollar ein. Damit führt er die Liste der Filme mit dem höchsten Startergebnis an. Aber Hollywood ist nicht mehr die Industrie, die mit Träumen am meisten Geld verdient. Die Filmemacher werden gerade von den Programmierern abgelöst. Mit Games lässt sich inzwischen noch viel mehr einnehmen.

Der Computerspielekonzern Take Two verkündete am Donnerstag, sein neues Game Grand Theft Auto V habe innerhalb der ersten 24 Stunden für einen Umsatz von mehr als 800 Millionen Dollar gesorgt. Dabei hat der Verkauf in Brasilien und Japan noch nicht einmal begonnen und auch andere Plattformen wie PC sollen erst noch folgen.

Am 17. September begann der Verkauf des Spiels für die Playstation 3 und die Xbox 360. In den USA öffneten allein 8.300 Läden dafür bereits um Mitternacht.

GTA V richtet sich an Erwachsene, es ist erst ab 18 Jahren freigegeben. Die können in der riesigen Spielwelt tun, was immer sie wollen, ohne Reue oder Strafe fürchten zu müssen: rauben, töten, randalieren, Rennen fahren. Die Zielgruppe ist offensichtlich glücklich.

Die Erwartungen von Take Two könnte das Game damit sogar übererfüllen. Die lagen, wie die britische Zeitung The Scotsman berichtete, bei einem Umsatz von 1,6 Milliarden Dollar im ersten Jahr (eine Milliarde Pfund).

Eine Milliarde Umsatz zu machen, ist bei Games eine Art Wettkampf. Der Titel Call of Duty: Black Ops II brauchte dafür 15 Tage und hielt bislang den entsprechenden Rekord. 

Gleichzeitig ist GTA V wohl auch das teuerste Computerspiel, das bislang produziert wurde. Zu den Kosten gibt es keine offiziellen Angaben. Schätzungen gehen aber davon aus, dass sie bei 266 Millionen Dollar lagen. Die Programmierung des Vorgängers mit der Nummer vier hatte 2008 noch 100 Millionen Dollar gekostet.

Zum Vergleich noch einmal die Filmindustrie: Der mit Abstand teuerste Film bislang ist der dritte Teil der Reihe Fluch der Karibik. Seine Produktion soll 300 Millionen Dollar gekostet haben.