Zu dem weltgrößten Luxusgüterkonzern LVMH gehören Marken wie Christian Dior, Kenzo, Givenchy oder Guerlain. Am Freitag teilte der Konzern mit, ein Pariser Gericht sei zu dem Schluss gekommen, dass eBay sich durch Nachahmungen der Fälschung schuldig gemacht habe. Daher muss das Internetauktionshaus eBay LVMH 80.000 Euro Entschädigung zahlen.

LVMH hatte gegen eBay geklagt und dem Auktionshaus vorgeworfen, seine Kunden über Links zu gefälschten Produkten des Konzerns zu leiten. Für jeden weiteren Verstoß verhängte das Gericht dem Luxusgüterkonzern zufolge eine Strafe von 1000 Euro.

eBay erklärte, die Summe sei weitaus niedriger als die ursprünglich von LVMH in dem Fall verlangten vier Millionen Euro. Das Internetauktionshaus warte auf die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, der über werbebezogene Fragen in zwei Fällen von Google verhandle.

LVMH hatte die Klage angestrengt, weil Googles Suchsystem von Rivalen benutzt worden sei, um gefälschte Louis-Vuitton-Handtaschen zu verkaufen. Internetfirmen wie Google und eBay argumentieren, es sei nicht machbar, die Eigentumsrechte einzelner Artikel vollständig zurückzuverfolgen. Die Luxusgüterkonzerne halten jedoch dagegen, dass die Internetformen mehr zum Schutz eingetragener Marken tun müssten.