Die Betreiber beider Online-Netzwerke ziehen ihre jeweiligen Forderungen zurück, teilte Facebook im kalifornischen Palo Alto mit. Sowohl Facebook als auch StudiVZ, das wie ZEIT ONLINE zur Holtzbrinck-Gruppe gehört, werden ihre Netzwerke unverändert weiter betreiben, hieß es. StudiVZ habe sich den Angaben zufolge bereit erklärt, an Facebook eine Geldsumme in nicht genannter Höhe zu zahlen.

Die Kalifornier hatten StudiVZ vorgeworfen, den Quellcode sowie das grundsätzliche Design der Website von Facebook kopiert zu haben. Bereits im Juni hatte das Landgericht Köln zugunsten von StudiVZ entschieden. Trotz zum Teil deutlicher Ähnlichkeiten der beiden Netzwerke sei zum Start von StudiVZ im Jahr 2005 Facebook in Deutschland noch kaum bekannt gewesen, begründeten die Richter damals ihre Entscheidung. In den USA war jedoch nach wie vor eine Klage anhängig.

Facebook hatte zuletzt laut eigenen Angaben weltweit 250 Millionen Nutzer. Nach Erhebungen des Marktforschungsunternehmens Nielsen legte das Netzwerk auch in Deutschland deutlich zu und zählt inzwischen 6,3 Millionen Nutzer. StudiVZ kommt demnach mit SchülerVZ und MeinVZ zusammen auf 8,5 Millionen Nutzer.