Kritik an Facebooks Umgang mit der Privatsphäre seiner Nutzer gibt es schon lange. Nun haben sich einige Projekte formiert, die nicht nur kritisieren, sondern handeln wollen. Sie treiben die Entwicklung alternativer sozialer Netzwerke voran. Diese sollen dezentral organisiert sein und vor allem fair und respektvoll mit ihren Mitgliedern umgehen.

Der Bekanntheitsgrad – und somit die Erfolgsaussichten – dieser Initiativen ist vor Kurzem sprunghaft gestiegen, als das angesehene Technik-Magazin Wired das Verhalten von Facebook scharf kritisierte und dazu aufrief, den Monopolisten durch offene und dezentrale Alternativen, wie zum Beispiel "Diaspora", abzulösen.

Der Ansatz, den Projekte wie "Diaspora" verfolgen, gleicht dem der Open Source Software: Jeder Nutzer soll Zugang zu dem Programmcode haben. Änderungen an den Funktionen des Netzwerks werden nach demokratischen Regeln beschlossen. Daten werden nicht zentral durch eine Firma wie Facebook gespeichert und kontrolliert, sondern dezentral auf vielen Rechnern verteilt. Und natürlich soll jeder Nutzer frei entscheiden können, welche Informationen er preisgibt und an wen.

Kann ein solcher Open Source Ansatz wirklich zur ernsthaften Alternative werden? Wie genau müsste sich diese Alternative von Facebook unterscheiden?