Zu den negativen Spots zählen Hinweise auf Probleme. Savemynature-Redakteur Maik Schaffer hat zum Beispiel einen Spot gegen Robbenjagd angelegt. Auf der Informationsseite über den Spot hat er acht Petitionen von anderen Internetseiten verlinkt und einen kurzen Text dazu geschrieben.

Schaffer ist einer von drei Redakteuren, die die Seite betreuen und mit Inhalten füllen. Denn noch gibt es nicht genügend User, die mitmachen – um die Tausend sind es im Moment. Doch die Community wächst, wenn auch langsam.

Seit Mai vergangenen Jahres ist das Netzwerk in einer Testversion online. Inzwischen ist den Machern aufgefallen, dass eine Kategorie fehlt, um Nutzer zu Aktionen zu animieren, die nicht nur im Netz stattfinden. Deswegen wird es in einigen Wochen die Rubrik Take Action geben. Dort können Nutzer Aktionen posten und Unterstützer suchen. Das kann eine Demo sein, aber auch der Vorsatz, künftig auf Fleisch zu verzichten, der leichter fällt, wenn andere mitmachen.

Als nächstes wollen die Entwickler Social Games integrieren, die mit Umweltschutzprojekten verknüpft sind. Die Pläne der Stiftung klingen ambitioniert: Erreichen Spieler ein Spielziel, soll ein reales Klimaschutzprojekt umgesetzt werden. Die Stiftung führt bereits Gespräche mit Partnern, von denen das nötige Geld und Know-How dafür kommen soll. Die Namen hält die Stiftung bislang noch unter Verschluss, versichert aber, dass es die ersten dieser Games schon Ende diesen Jahres geben wird.

Bis jetzt gab es Savemynature nur auf Deutsch und Englisch. Weil es in der Community ein paar sehr aktive Mitglieder aus Polen gibt, wird seit Neuestem auch Polnisch angeboten. Später sollen noch Spanisch und Französisch dazu kommen.

Das alles klingt gut, doch auf Dauer braucht Savemynature wie jede Community mehr Aktive. Nur wenn die Nutzerzahlen steigen, kann die Community erfolgreich agieren – im Netz und für die Umwelt.