Auf nazi-leaks.net sammeln Anonymous-Aktivisten persönliche Daten von NPD-Sympathisanten und anderen Rechten. Gleichzeitig legen sie Websites der Szene lahm.
Screenshot von nazi-leaks.net: Anonymous-Aktivisten attackieren Nazis im Netz.
Teile der Hackergruppierung Anonymous attackieren gezielt die rechtsextreme Szene. Seit einigen Tagen sammelt und veröffentlicht eine Untergruppe, die sich "Operation Blitzkrieg" nennt, auf
nazi-leaks.net
Daten – unter anderem von angeblichen NPD-Unterstützern, Korrespondenzen aus rechtsextremen Foren sowie Kundenlisten der Modemarke Thor Steinar und von Versandhäusern der Szene. Am Montag legten die Hacker zudem mehrere Websites vorübergehend lahm, darunter die Neonazi-Plattform
Altermedia
, den DS-Versand sowie die Seite der NPD-Zeitung
Deutsche Stimme
.
Mit dem Tweet
"#OpBlitzkrieg wünscht allen Nazis und vor allem Altermedia einen guten Start ins neue Jahr!" begannen die Angriffe am Montag. Die rechten Websites waren daraufhin für einige Stunden nicht mehr erreichbar.
Die Angriffe von Anonymous auf die rechte Szene sind allerdings nicht neu. Die "Operation Blitzkrieg" läuft seit fast genau einem Jahr. Am 5. Januar kündigten einige der Aktivisten
erstmals Maßnahmen gegen Nazis an
. Als Begründung nannten sie deren Weigerung, die Freiheit und Gleichheit aller Menschen anzuerkennen, sowie ihre Angriffe auf Flüchtlinge und Einwanderer, auf Presse und politische Gegner.
Das neue Portal
nazi-leaks.net
soll zum einen eine Plattform sein, bei der Sympathisanten
per E-Mail
Daten aus der rechten Szene einreichen können – eine Art
Wikileaks
für Antifaschisten.
Zum anderen hoffen die Aktivisten darauf, dass Freiwillige die veröffentlichten Daten überprüfen und auswerten, also etwa Namen suchen, die in mehreren der geleakten Listen auftauchen. Die Seite funktioniert damit wie ein Pranger. Die Attacke auf die verschiedenen rechtsextremen Seiten dürfte nicht zuletzt als begleitende PR-Maßnahme gedacht sein.
In rechten Kreisen sorgt das offenbar für ein wenig Unruhe. Bei
Altermedia
heißt es: "Außerdem sollten wir noch erwähnen, daß Hinweise auf die Identität der Pseudo-Anonymus-Zecken dankend entgegen genommen werden und gerne mit Prämien wie z.B. abgeschnittenen Fingern belohnt werden..." Wie ernst das gemeint war, ist aber unklar.
Teile der Hackergruppierung Anonymous attackieren gezielt die rechtsextreme Szene. Seit einigen Tagen sammelt und veröffentlicht eine Untergruppe, die sich "Operation Blitzkrieg" nennt, auf
nazi-leaks.net
Daten – unter anderem von angeblichen NPD-Unterstützern, Korrespondenzen aus rechtsextremen Foren sowie Kundenlisten der Modemarke Thor Steinar und von Versandhäusern der Szene. Am Montag legten die Hacker zudem mehrere Websites vorübergehend lahm, darunter die Neonazi-Plattform
Altermedia
, den DS-Versand sowie die Seite der NPD-Zeitung
Deutsche Stimme
.