Technik ist dann erfolgreich, wenn sie sich ohne zu holpern in unser Leben integriert. Cloud-Dienste scheinen nun so weit zu sein. Gleich drei Angebote gibt es derzeit, die Daten extern speichern und sich fast so verhalten wie die Festplatte des eigenen Rechners. Wobei erst zwei Angebote nutzbar sind. Das dritte, Googledrive, soll wohl an diesem Dienstag online gehen.

Die erste dieser Privat-Clouds war Dropbox . Wer das Programm auf seinen Geräten installiert, erhält eine Art universalen Austauschordner. Wird eine Datei verändert, die im Dropbox-Verzeichnis beispielsweise auf dem Smartphone liegt, überträgt der Dienst diese Veränderungen auch auf alle anderen Geräte, auf denen ein Nutzer eine solche Dropbox eingerichtet hat. Gleichzeitig wird eine Kopie auf Servern des Unternehmens gespeichert. Damit existiert stets eine Sicherungskopie.

Bereits 2007 gab es diesen Synchronisationsdienst in einer Testversion, seit 2008 ist er offiziell gestartet und für Windows-, Mac- und Linuxsysteme verfügbar. Er bietet in der kostenlosen Version zwei Gigabyte Speicherplatz. Wer bezahlt, kann bis zu einem Terabyte mieten .

Dropbox kann nun auch teilen

Gerade hat Dropbox sein Angebot erweitert. Am Montag wurde im Firmenblog eine neue Funktion vorgestellt, dank der sich Daten einfacher teilen lassen. Bislang konnten bei Dropbox gespeicherte Dateien nur an Nutzer des Dienstes verschickt werden, oder sie mussten in einem separaten Ordner hinterlegt werden, der öffentlich zugänglich war.

Diese Einschränkung gibt es nun nicht mehr. Der Dienst erzeugt auf Wunsch einen Link, der anderen Nutzern geschickt werden kann. Wer auf ihn klickt, bekommt das entsprechende Dokument in seinem Browser angezeigt und kann es in seiner eigenen Dropbox speichern.

Ebenfalls seit 2008 gibt es ein vergleichbares Angebot von Microsoft namens Skydrive . Kostenlos stellt es sieben Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung.

Auch Skydrive sieht auf dem Rechner aus wie ein Ordner der eigenen Festplatte und synchronisiert gespeicherte Inhalte automatisch mit anderen Geräten. Die Integration geht so weit, dass die auf dem Rechner installierten Programme genauso problemlos auf den Ordner zugreifen können wie auf einen lokalen Ordner der Festplatte.