Aber wer auch immer die Übertragung unterbrochen hat: Die Rechteinhaber hatten die betreffenden Videos selbst zur Verfügung gestellt – sie wollten ja schließlich vorgestellt und bestenfalls mit einem Preis ausgezeichnet werden. Und selbst wenn sie das nicht gewollt hätten: Nach der Fair-Use-Regelung im amerikanischen Urheberrecht wäre die Ausstrahlung der kurzen Clips nicht zu beanstanden gewesen.

Was passiert, wenn man Science-Fiction-Fans dermaßen vor den Kopf stößt, lässt sich am besten am Bericht auf iO9.com – Motto: " We come from the future " – erkennen. Chefredakteurin Annalee Newitz schreibt: "Der Punkt ist, dass die Fähigkeit zur Übertragung vollkommen von schlecht programmierten Bots abhing. Und sobald diese ihre falschen Entscheidungen getroffen hatten, gab es absolut nichts mehr, was man noch hätte tun können, um den Stream neuzustarten. Falls noch irgendjemand glaubt, Urheberrechtsgesetze könnten die freie Meinungsäußerung nicht stoppen, den wird die automatisierte Zensur der Hugo Awards eines Besseren belehren. Roboter haben eine legitime Übertragung gekillt. Willkommen in der Gegenwart."

Streng genommen ist die Vobile-Software zwar kein "Roboter" , aber das ist hier nicht entscheidend. Newitz hat den Kern des Problems erkannt: Das Urheberrecht ist so kompliziert geworden, dass auch Computer nicht unterscheiden können, was erlaubt ist und was nicht. Zumindest sollten sie die Entscheidung darüber nicht allein fällen dürfen.