Das Handelsportal eBay baut seine Website kräftig um . Künftig sollen Kunden mehr auf der Seite stöbern und Waren, die sie vielleicht später kaufen wollen, in einem Feed sammeln können. Das Ergebnis erinnert optisch stark an die Bildercommunity Pinterest .

Die Feed-Funktion, die künftig die persönliche Startseite prägen wird, zeigt Produkte, die Nutzer interessieren könnten, weil sie früher bereits Vergleichbares angeklickt oder gekauft haben. Die Nutzer können den Feed auch verwalten, indem sie Warenkategorien oder einzelne Dinge hinzufügen oder löschen.

Erweiterte persönliche Profile sollen dazu dienen, Interessen mit anderen eBay-Mitgliedern zu teilen.

Künftig will eBay seine Milliarden von Nutzerdaten stärker für eine direkte, individuelle Kundenansprache nutzen. "Wir haben 100 Millionen aktive Nutzer, die im Jahr Dinge im Wert von 70 Milliarden Dollar handeln", sagte eBay-Präsident Devin Wenig am Mittwoch. 25 Prozent der Nutzer seien Händler.

Marketingchefin Rochelle Parham sagte: "Kein Unternehmen der Welt hat so umfassende Kundendaten wie wir." Das Kauferlebnis soll künftig persönlicher, die Internetseite einfacher und klarer werden. Außerdem soll es regionale Angebote geben.

Pinterest ist ein Konkurrent

"Jede Sekunde werden über unsere Plattform gut 2.000 Dollar umgesetzt, verteilt auf 190 Länder der Erde. Und wir sind vom Anfang bis zum Ende dabei, vom ersten Stöbern über das Aussuchen und Kaufen bis zum Bezahlen", sagte Parham. Mit diesen Daten könne ein maßgeschneidertes Angebot gemacht werden. Künftig würden eBay-Kunden – zunächst in den USA , im nächsten Jahr weltweit – diverse Angebote empfangen, die das Erlebnis eines Einkaufsbummels vermitteln sollen.

Es scheint, als wolle eBay sich optisch und durch die stärkere Personalisierung auch funktionell den großen sozialen Netzwerken annähern. Gerade Pinterest ist ein aufstrebender Konkurrent, denn die Bildersammlungen dort werden auch genutzt, um interessante Produkte zu finden.