In den Pools kann jeder mitmachen. Miner müssen lediglich ein entsprechendes Programm, wie etwa bfgminer, installieren. Die Spielregeln der Pools sind überall ähnlich. Der Poolbetreiber bekommt eine Provision für den Betrieb des Pools, in der Regel sind das drei bis vier Prozent des Gewinns. Findet ein Rechner des Pools den richtigen Hash-Wert, werden die 25 Bitcoins des gelösten Blocks unter den Mitgliedern des Pools aufgeteilt. Die Ausschüttung ist proportional zur Rechenkraft der einzelnen Mitglieder. "Der Vorteil ist, dass ich regelmäßig kleine Summen an Bitcoins ausgezahlt bekomme und nicht Jahre auf einen Gewinn warten muss", sagt Flaskämper.

Wann ein Rechner den richtigen Hash-Wert findet, ist allerdings äußerst ungewiss. Alle Miner arbeiten an der aktuellen Aufgabe zusammen. Es ist also auch Glück im Spiel. Statistisch sind aber die Rechner mit der höchsten Leistung entsprechend häufiger erfolgreich.

Miner-Netz ist größter Computer der Welt

Bei der Suche nach Bitcoins beteiligen sich derart viele Miner, dass die Rechenkraft selbst industrielle Maßstäbe übersteigt. Manche vermuten, das Netzwerk der Bitcoin-Miner sei bereits achtmal schneller als die 500 leistungsfähigsten Superrechner.

Diese Rechenkraft verbraucht natürlich Energie. Manche Miner betreiben mit der Abwärme ihrer Rechenwerke gar ihre Fußbodenheizung im Bad. In der vergangenen Zeit häuften sich daher die Stimmen, die argumentieren, Bitcoins würden der Umwelt schaden und unnötig Strom vergeuden.

Dabei wird oft vergessen, dass auch die Infrastruktur einer normalen Währung Energie verbraucht. Druck, Prägung, Sicherheit, Automaten und Lagerplatz bedeuten einen zumindest ebenbürtigen Energieverbrauch. All das entfällt bei der digitalen Währung.

Rechner sind nicht lange rentabel

Mit den Asic-Rechnern arbeitet bereits die vierte Rechner-Generation an den Aufgaben. Sie sind weit effizienter als herkömmliche Computer. Das müssen sie auch, denn der Stromverbrauch schmälert den Gewinn der Miner. Der ständige Erhöhung des Schwierigkeitsgrades sorgt zudem dafür, dass Geräte nicht lange rentabel bleiben.

Flaskämper hat seinen alten Rechner bereits vom Netz genommen: "Solange der neue noch nicht da ist, rentiert sich das Mining nicht. Aktuell ist es wahrscheinlich für die meisten günstiger, Bitcoins einfach zu kaufen."

Das Mining dient aber eigentlich einem anderen Zweck, es geht gar nicht primär um die Bitcoins, die es dafür gibt, die sind nur der Lohn. Versucht ein Nutzer zum Beispiel mit Bitcoins zu zahlen, die er gar nicht mehr hat, weil er sie bei einem früheren Geschäft weitergab, würde das System es bemerken, da alles in der Block Chain steht. Miner pflegen diese Block Chain und damit das Gedächtnis der Währung. "Die Miner verifizieren alle Transaktionen und dadurch wird das System sicherer", sagt Flaskämper.