Der Erfinder der Computer-Maus, Douglas Engelbart, ist tot. Der IT-Pionier starb am Dienstagabend im Alter von 88 Jahren im US-Bundesstaat Kalifornien, wie das Douglas-Engelbart-Institut mitteilte. Die Todesursache war der New York Times zufolge Nierenversagen. Engelbart starb in seinem Haus in Atherton bei Palo Alto im Herzen des Silicon Valley.


Engelbarts größter Erfolg war die Erfindung der Computer-Maus, an deren Entwicklung er in den sechziger Jahren arbeitete und die er 1970 patentieren ließ. Damals bestand das Zeigegerät aus Holz und hatte zwei Metallräder. Die Idee, einen Computer mit einem Werkzeug an seiner Seite zu steuern, war ihrer Zeit voraus. Erst 1983 wurde eine Maus mit einem handelsüblichen Computer ausgeliefert, beim Lisa von Apple.

1968 verblüffte Engelbart auf einer Konferenz in San Francisco, als er seine Maus erstmals öffentlich und per Videoschalte vorführte. "Doug war ein Pionier der Netzwerk-Computer-Technologien, als es nicht populär war, sich damit zu beschäftigen", würdigte Engelbart schon 1997 der damalige Chef von Sun Microsystems, Scott McNealy. 

Engelbart wurde am 30. Januar 1925 in Portland/Oregon geboren. Zunächst arbeitete er für den Nasa-Vorläufer Naca, studierte dann aber an der Universität von Kalifornien, um seinen Traum zu verwirklichen, dass Computer die Welt verändern können. Am Stanford Research Institute arbeitete er an den Vorläufern jener Techniken, die dem heutigen Computerzeitalter zugrunde liegen. Engelbarts Forschungsprojekte schufen das Fundament für das Internet, die E-Mail und von Video-Konferenzen.

Engelbart reichte in seiner Karriere 21 Patente ein. Im Jahr 2000 ehrte ihn der damalige Präsident Bill Clinton mit der Nationalen Technologiemedaille, der höchsten US-Auszeichnung auf diesem Feld.