Wenn das Auto ständig Daten an die Umgebung funkt, könnten Unfälle in Zukunft leichter analysiert und Versicherungsprämien gesenkt werden, wenn das Fahrverhalten es zulässt. Auch neue Bezahlmodelle werden in Austin angedacht. Eine der Ideen: Man abonniert bestimmte Dienste und bekommt das Auto, genauso wie sein Smartphone, entsprechend billiger.

Langfristig soll das Auto genauso zu einer Plattform werden wie das Smartphone. Schon jetzt hat Apple erste Lizenzverträge mit Herstellern wie Mercedes und Volvo geschlossen. "Bald", ist Torchinsky sicher, "werden wir unser Auto danach aussuchen, mit welchem Betriebssystem es läuft". Müssen wir uns angesichts dieser Visionen vor Hackern fürchten? Bedenken hört man hier kaum. "Ohne physischen Kontakt wird es nicht möglich sein, einfach per Smartphone die Bremsen abzuschalten", ist Torchinsky sicher. Damit ist das Thema erstmal erledigt.

Probleme werden vorerst vertagt

Aber je mehr Autos auch untereinander kommunizieren und Daten sammeln, desto unübersichtlicher die Datenflut. Viele sehen dringend Nachholbedarf, vor allem von Seiten der Politik. Die wichtigste Frage, die noch immer unbeantwortet ist: Wem gehören die Daten, die das Auto der Zukunft produziert? Dem Fahrer, dem Autobauer, dem App-Anbieter?

Verbraucher müssten wissen, welche persönlichen Daten ihre Autos übermitteln, meint Cora Han von der Federal Trade Commission. Es seien klare Grenzen nötig, die bestimmen, welche Informationen mit wem geteilt werden dürfen. Schwierig werde es etwa, wenn Autos auffälliges Fahrverhalten automatisch an die Versicherung meldeten. "Verbraucher brauchen Transparenz, um eine wirkliche Wahl zu haben", fordert die Expertin.

In Austin sind das Randprobleme. Die Zukunft, da scheint man hier sicher, gehört den Daten und den Maschinen. Was das genau heißt? Catherine McCullough von der Intelligent Car Coalition: "Das werden wir mit der Zeit herausfinden."

Update: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, laut Carl Bass könnte es schon 2015 mehr Roboter und intelligente Maschinen geben als Menschen. Er sagte aber 2050. So steht es nun auch im Text.