Tweets können bald in Echtzeit in den Suchergebnissen von Google zu finden sein. Beide Unternehmen hätten eine Vereinbarung getroffen, nach der Google künftig auf Daten von Twitter zugreifen kann, berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Quellen. Über die Zusammenarbeit macht Twitter die Kurzbotschaften auch für nicht-registrierte Nutzer besser sichtbar.

Schon jetzt durchsucht Google die Tweets, um einige davon in den Suchergebnissen zu zeigen. Durch die Vereinbarung wird das künftig automatisch geschehen: Noch in der ersten Jahreshälfte sollen die ersten Tweets der 284 Millionen Twitter-Nutzer unmittelbar nach dem Abschicken bei Google auftauchen.

Die Unternehmen arbeiteten bereits an der technischen Umsetzung. Eine ähnliche Vereinbarung hatten Twitter und Google bereits zwischen 2009 und 2011 getroffen, die Zusammenarbeit wurde aber unter anderem deswegen wieder eingestellt, weil sie Twitter nicht signifikant mehr Zugriffe bescherte.

Twitter versucht derzeit, seine Reichweite zu vergrößern und die Anleger von seinen Wachstumschancen zu überzeugen. Seit seiner Gründung 2006 hat der Kurznachrichtendienst noch keinen Gewinn gemacht.

Die Nachricht über die Zusammenarbeit kommt kurz vor der Verkündung der neuesten Quartalszahlen von Twitter. Experten gehen laut Wall Street Journal davon aus, dass die Nutzerzahlen weiter zurückgegangen sind. Die Einnahmen sollen dagegen stark gestiegen sein.