Der Bundesvorsitzende der FDP, Christian Lindner, hat eine stärkere Kontrolle von Internetkonzernen gefordert. Er wünsche sich ein "neues Recht für Daten-Souveränität, das uns eine Art Eigentumsrecht an unseren Daten einräumt", sagte Lindner der ZEIT. "Ich möchte, dass alles gelöscht wird, wenn ein Nutzer das will."

Lindner forderte auch, dass man Daten von einer zur anderen Plattform mitnehmen können müsse. Notfalls solle man das national durchsetzen, wenn es europäisch nicht gelinge. Dazu könne beispielsweise das Bundeskartellamt gestärkt werden.

Derzeit berät die Koalition über einen umstrittenen Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas. Der Minister möchte ebenfalls das Löschen von Einträgen, wie beispielsweise Fake-News und Hasskommentaren, vereinfachen.

Eine erste Version von Maas' Entwurf lehnten die Liberalen damals strikt ab. "Heiko Maas sollte sich auf seine Kernaufgaben besinnen, statt regelmäßig neue, wirkungslose Gesetze auf den Weg zu bringen", schrieb FDP-Vize Wolfgang Kubicki.