Screenshot von Grams © Screenshot Patrick Beuth / ZEIT ONLINE

Auf entsprechende Nachfragen von Reddit-Nutzern antwortet er, keine Probleme mit Strafverfolgern zu haben, die ihm auf den Fersen sein könnten, sondern mit Konkurrenten. "Wettbewerber", schreibt der Admin, hätten ihm in letzter Zeit das Geschäft mit dem Tumbler vermiest. Und die hohen Transaktionskosten, die – bedingt durch den aktuellen Boom – mittlerweile anfallen, wenn man Bitcoins zeitnah überweisen will, würden seinen Gewinn so sehr belasten, dass es "der Stress, die Seite zu betreiben, nicht mehr wert ist".

Grams-Nutzer haben noch bis zum 16. Dezember Zeit, ihre Bitcoins von der Seite abzuziehen. Bleiben welche unangetastet, verspricht der Administrator, sie für gute Zwecke zu spenden.

Bemerkenswert an Grams ist neben der langen Existenz der Seite und ihrer Popularität vor allem die Tatsache, dass der Betreiber sein Angebot offenbar selbst beendet, bevor es die Polizei tut, etwa wegen Geldwäsche. Internationale Ermittlungsgruppen hatten in den vergangenen Jahren zahlreiche große Handelsplattformen im Tor-Netzwerk unterwandert oder geschlossen.