Der kubanische Staat stellt seinen Bürgerinnen und Bürgern erstmals einen mobilen Internetzugang zur Verfügung. Ab Donnerstag könne man mit Mobiltelefonen landesweit über den Funkstandard 3G ins Internet gehen, teilte das staatliche Telekommunikationsunternehmens Etecsa mit. Bislang konnten über mobile Geräte nur staatliche E-Mail-Konten geöffnet werden.

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hatte wiederholt erklärt, dass Kuba neue Technologien brauche – auch um besser mit den Bewohnern kommunizieren zu können. Ein öffentlicher Zugang zu mobilem Internet wurde deshalb erstmals im August getestet. Künftig sollen laut Etecsa vier mobile Datenpakete angeboten werden.

Der sozialistische Inselstaat war eines der wenigen Länder der Welt, in dem es kein mobiles Internet gab. Bislang konnten sich die meisten Kubanerinnen und Kubaner nur über WLAN-Hotspots ins Internet einwählen, für die sie teilweise lange anstehen oder viel bezahlen mussten. 2017 startete Etecsa ein Pilotprojekt, bei dem erstmals auch Privatpersonen Internetanschlüsse in ihren Wohnungen erhielten.