Die Bonuszahlungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Facebook sollen künftig auch vom "sozialen Einsatz" abhängen – also vom Engagement der rund 36.000 Angestellten gegen fehlerhafte Informationen und Hasskommentare. Das gab Facebook-Chef Mark Zuckerberg bei einem Quartalstreffen im Hauptsitz des Unternehmens in Menlo Park, Kalifornien, bekannt, wie verschiedene Medien berichteten. 

Das neue Anreizmodell gelte vorerst für die erste Jahreshälfte 2019. Damit reagiere Facebook auf Kritik, dass sich das Bonussystem des Konzerns einzig an Wachstumssteigerung orientiere. Bislang wurden Bonuszahlungen anhand verschiedener Faktoren berechnet, darunter der Beitrag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Umsatz, zu steigenden Nutzerzahlen und zur Verbesserung der Produktqualität.

Dazu, wie der "soziale Fortschritt" gemessen werden soll, machte Facebook keine Angaben. Der Zeitschrift Fortune sagte das Unternehmen: "Diese Veränderung soll sicherzustellen, dass wir die Leute motivieren, Fortschritte bei den großen sozialen Herausforderungen, vor denen das Internet und unser Unternehmen stehen, zu machen." Auch das Engagement für mehr Sicherheit und Datenschutz solle belohnt werden. Ein weiteres Ziel des Unternehmens sei es, sagte Zuckerberg, transparenter über die Rolle von Facebook in der Welt zu informieren. Auch wolle der Konzern Gewerbe besser unterstützen.

Nach Angaben des Unternehmens nutzen täglich 1,5 Milliarden Menschen Facebook. 2,3 Milliarden loggen sich mindestens einmal im Monat ein.