Shermin Voshmgir ist Direktorin des Instituts für Kryptoökonomie an der Wirtschaftsuniversität in Wien. © Ksenia Kuleshova

Bald würde das ganze Internet über die Blockchain laufen, das schien 2017 völlig klar. Damals wurde die Kryptowährung Bitcoin beinahe täglich wertvoller und übersprang schließlich sogar die Marke von 20.000 US-Dollar. Durch den Erfolg des digitalen Geldes sprach man auch über die dezentrale Technologie dahinter, die Blockchain. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis sie Transaktionen im gesamten Netz verändern würde.

Es kam zwar anders: Mit dem Bitcoin-Kurs flachte auch der Hype um die Blockchain wieder ab. Trotzdem gilt die Blockchain als eine Technologie der Zukunft, mit der sich Geld sparen lässt und Prozesse genauer abgebildet werden können. Aber was heißt das eigentlich genau? Wo wird die Blockchain heute angewandt? Und wo in Zukunft? Wie wird sie unseren Alltag verändern? Und müssen wir eigentlich wirklich verstehen, wie sie funktioniert?

All das erklärt Shermin Voshmgir, Direktorin des Instituts für Kryptoökonomie an der Wirtschaftsuniversität in Wien und Gründerin des Berliner Blockchainhubs, in einer neuen Folge des Digitalpodcasts Wird das was?. Voshmgir hat Wirtschaftsinformatik studiert und in IT-Management promoviert. Zudem hat sie für verschiedene Start-ups sowie als IT-Beraterin gearbeitet. Sie beschäftigt sich schon seit Jahren mit Kryptowährungen und der dahinterliegenden Technologie.

Im Podcast spricht sie mit den ZEIT-ONLINE-Redakteuren Lisa Hegemann und Dirk Peitz über die Ursprünge der Blockchain und über ihr Potenzial. Shermin Voshmgir erklärt, wie das dezentrale System funktioniert, was es mit Tokens auf sich hat, warum sich die Blockchain zu einer massiven Kontrollmaschine entwickeln kann und wieso sie vergleichbar mit Nationalstaaten ist. Die Expertin stellt auch gleich ein paar Forderungen auf: Sie wünscht sich digitale Bildung schon in der Schule – und ein Recht auf Kryptografie.

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