Die US-Regierung hat vor Sicherheitsproblemen bei der von Facebook geplanten Digitalwährung gewarnt. Sie treibe die Sorge um, dass die Kryptowährung Libra für illegale Machenschaften wie Geldwäsche, Menschenhandel und die Finanzierung von Terrorismus missbraucht werden könne, sagte Finanzminister Steven Mnuchin. "Dies ist in der Tat ein nationales Sicherheitsproblem."

Erst vor einigen Tagen hatte Präsident Donald Trump getwittert, die geplante Kryptowährung von Facebook werde einen schwierigen Stand haben und wenig Vertrauen erwecken. Vergangene Woche hatte zudem der Chef der Notenbank Fed, Jerome Powell, seine Bedenken gegen Libra geäußert. Mnuchin ergänzte, das soziale Onlinenetzwerk habe "eine Menge zu tun, ehe wir an einen Punkt kommen, an dem wir damit zufrieden sind".

Facebook sicherte zu, Libra nur mit Zustimmung der Aufsichtsbehörden einzuführen. Bedenken müssten vor dem Start ausgeräumt werden, hieß es in einem für eine Anhörung im US-Kongress vorbereiteten Redetext von dem für die Währung zuständigen Facebook-Manager David Marcus. Libra solle weder als Konkurrenz zu traditionellen Währungen aufgebaut werden noch solle sie in die Geldpolitik eingreifen. "Für die Geldpolitik sind die Notenbanken zuständig", wird Marcus zitiert. Er soll am Dienstag und Mittwoch im US-Kongress Fragen beantworten.

Nach Facebooks ursprünglichem Plan soll Libra in der ersten Jahreshälfte 2020 an den Start gehen.