Eine Woche – so hatte mir ein Google-Mitarbeiter gesagt – brauche man, um sich mit dem Nexus vertraut zu machen. Es könnte jetzt darum gehen, dass technische Geräte so intuitiv bedienbar sein sollten, dass es keine Einarbeitung braucht. Wird es aber nicht, das ist ein Test des Bestehenden. Eine Woche also. Die ist inzwischen um. Freunde sind wir noch immer nicht, das Nexus One und ich, aber langsam gewöhnen wir uns aneinander. Und ich gebe zu, es gefällt mir schon besser als am Anfang. Doch systematisch.

Das Draußen wirkt fast so solide und elegant wie das des iPhone (das hier noch häufiger vorkommen wird, denn es bleibt der Maßstab). Oben Glasplatte, unten Metall, dazwischen keine sichtbaren Spaltmaße oder fühlbaren Kanten. Ein klarer Pluspunkt ist die Haptik. Der metallene Rücken ist mit Teflon beschichtet. Deshalb fasst sich das Nexus nicht so glitschig an wie sein Konkurrent und liegt sehr viel wärmer in der Hand. Doch ist die Farbe misslungen, eine Mischung aus Lila und Grau, die vom klassischen Schwarz deutlich geschlagen wird.

Der Bildschirm ist ein wenig schmaler und etwas höher als beim iPhone, und ähnlich gut. Nur die automatische Helligkeitseinstellung ist sehr viel nervöser und ändert gern mal unmotiviert die Beleuchtungsstärke, ohne dabei immer die richtige zu treffen. Sie lässt sich ebenfalls per Hand festlegen – für mich die bessere Option.

Sichtbare Knöpfe am Nexus gibt es drei, einer davon ist ein kleiner weißer Ball, den ich nicht gebraucht habe, da man alles auf dem Touchscreen erledigen kann. Und sein Leuchten geht mir etwas auf die Nerven. Er fängt an zu schimmern, wenn neue Mails oder Nachrichten oder Texte im RSS-Reader eintreffen. Das ist anfangs ganz hübsch, irgendwann aber stört es, wenn im Augenwinkel dauernd irgendetwas blinkt. Man kann es abstellen, muss das aber bei jeder Anwendung einzeln tun, einen "Mach-den-Trackball-aus-Schalter" gibt es nicht. Oder ich habe ihn nicht gefunden.