Apple ist für die restriktive Politik bekannt, mit der das Unternehmen über die Inhalte in seinem iTunes-Store wacht. Das gilt nicht nur für erotische Bilder und anstößige Inhalte. Der Konzern will zum Beispiel auch nicht, dass man auf dem iPhone Programme installiert, mit denen man das Smartphone ohne Zusatzkosten als Modem benutzen kann. Bei vielen anderen internetfähigen Handys ist das relativ problemlos möglich. Apple unterbindet das, vermutlich aus Rücksicht auf die Mobilfunkpartner. Schließlich ließe sich so auf Kosten der Mobilfunk-Flatrate auch der eigene Computer mit dem Internet verbinden.

Dem 15-jährigen Nick Lee ist es nun gelungen , eine solche App durch die Kontrollen der Apple-Wächter zu schleusen. Getarnt als harmlose Taschenlampen-Spielerei, vertrieb er ein Programm namens Handylight , zu haben für 99 US-Cent im AppStore. Handylight ließ das Display des Smartphones in vielen bunten Farben strahlen. Derlei Apps gibt es viele. Doch das Lichtspiel diente nur der Tarnung. In der App war nämlich ein Programmcode hinterlegt, mit dessen Hilfe man recht einfach ein WLAN-Netz für seinen Computer einrichten konnte.

Nachdem das Easteregg – das ist ursprünglich eine Bezeichnung für kleine Zusatz-Programme, die in Computerspielen versteckt sind – im Netz erst die Runde machte, landete die Info allerdings auch bei Apple. Handylight wurde daraufhin aus dem AppStore verbannt.

Immer wieder entdecken die Nutzer vermeintliche Geheim-Funktionen auf ihren Geräten. Viele davon haben allerdings eher banale Ursprünge: Funktionen zum Beispiel, die von den Entwicklern zwar angelegt, aber noch nicht freigeschaltet wurden. Das gilt vermutlich auch für eine Sonderfunktion in der Navigations-App GPS Kit 3.2 . Dieses YouTube-Video zeigt, wie man ein Feature freischaltet, mit dem man in der Karten-App auch seine Freunde anzeigen lassen kann – als bewegliche Dreiecke, in Echtzeit.

Und hier zeigt ein iPhone-Besitzer, wie man Bells and Whistles in der Google-Mobile-App freischaltet. Dafür muss man den About -Knopf anklicken und mehrmals nach oben ziehen. Dann lassen sich bei Google Mobile besondere Farben- und Sounds einstellen. Andere Nutzer weisen allerdings darauf hin, dass das Feature bei ihnen schon freigeschaltet war, – was dafür spricht, dass die Entwickler es von Anfang an vorgesehen, aber eben in den frühen Versionen noch nicht aktiviert hatten.