Der iPad-Konkurrent WeTab wird ab dem 21. September in Deutschland verkauft. Ab diesem Zeitpunkt wird das WeTab bundesweit auch in den Filialen der Handelskette Media Markt erhältlich sein. Bislang war nur der Onlineverkauf des Tablet-PCs über Amazon möglich. Über das Onlineversandhaus kann das Gerät bereits seit geraumer Zeit vorbestellt werden.

Die erste Vorstellung des Gerätes war ein Fiasko. Da es noch nicht fertig war, konnte der Hersteller lediglich einen vorproduzierten Film über den Bildschirm laufen lassen. Um das zu vertuschen, wollte man es bei der Präsentation nicht aus der Hand geben. Offensichtlich will man diesen Fehler nicht noch einmal machen. Der Chef der WeTab-Kooperation, die das Gerät vertreibt, Helmut Hoffer von Ankershoffen, wird in einer Mitteilung zitiert mit den Worten: "Da der Tablet Computer ein ganz neues Nutzungserlebnis ermöglicht, ist es für viele Kunden wichtig, das Gerät vor dem Kauf in der Hand gehabt zu haben."

Die Elektronik-Handelskette wird beide Versionen des Tablet-PCs anbieten: eine mit 16-Gigabyte-Flash-Speicher ohne UMTS für 450 Euro und eine weitere Version mit 32 Gigabyte Speicherplatz, UMTS und HDMI-Ausgang für 570 Euro. Beide unterstützen WLAN 802.11a/b/g/n und Bluetooth.

In den mit einem 11,6-Zoll-Touchscreen bestückten Geräten steckt Intels mit 1,6 Gigahertz getakteter Atom-Prozessor N450. Das Gewicht beträgt 800 respektive 850 Gramm. Das Gerät verfügt über eine eingebaute Webcam sowie über Lautsprecher und ein Mikrofon. Zusätzlich bietet das WeTab zwei USB-Anschlüsse. Die Akkulaufzeit liegt laut Anbieter Neofonie bei etwa sechs Stunden.

Das Betriebssystem WeTabOS hat eine multitouchfähige Oberfläche. Das Programmangebot beschränkt sich nicht wie beispielsweise beim iPad von Apple auf die Software eines Systems. Nach Angaben des Herstellers sind im "Meta-Store" die Applikationen genannten Programme verschiedener Anbieter herunterladbar. Für die Apps stehen als Plattformen Adobe AIR, Android 2.0, Java und Silverlight zur Verfügung.

Apps werden beim WeTab auf einer Pinnwand genannten Oberfläche abgelegt und dort über den Touchscreen gestartet. Auf dieser Pinnwand können auch Werbekunden zugreifen und Inhalte ablegen, die der Anwender nicht löschen kann. Damit soll der Preis des Gerätes so niedrig wie möglich gehalten werden, so Neofonie. Da die Fläche der Pinnwand viermal so groß sei wie der Bildschirm und die Widgets an einer beliebigen Stelle platziert werden könnten, müssten sie nicht immer im sichtbaren Bereich liegen.

Wie bei Linux üblich, ist auch das WeTab multiuserfähig. Jeder Benutzer erhält dabei seine eigene Pinnwand. Die Apps stehen jedem zur Verfügung, der das WeTab benutzt.

Vor der ersten Benutzung muss das Gerät online aktiviert werden. Eigene Daten können dann in der von Neofonie bereitgestellten Cloud, daher auf Servern des Herstellers abgelegt und von jedem anderen Gerät aus benutzt werden. Mit dem Kauf eines Geräts steht in dieser Cloud ein verschlüsselter Speicherplatz von 250 Megabyte zur Verfügung

Der Artikel erschien bei Golem.de