Insgesamt ist es eher eine Renovierung des Gerätes, kein Neustart. Ähnliche Verbesserungen gab es schon einmal. Das 2009 veröffentlichte Modell 3GS sah aus wie sein Vorgänger, bot aber bessere Grafikunterstützung, einen stärkeren Akku und schnellere Datenübertragung.

Ebenfalls in Cupertino präsentiert wurde nun die neue Version des Betriebssystems iOS. Diese hatte der damalige Chef Steve Jobs auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni bereits angekündigt , nun wurde sie offiziell vorgestellt und soll ab dem 12. Oktober erhältlich sein.

Wesentliche Neuerungen: Die Synchronisierung verschiedener Applegeräte wurde verbessert. Was auf einem Gerät erstellt oder gespeichert wurde, kann auch auf anderen gelesen werden. Möglich ist das durch den iCloud genannten Datenspeicherdienst. Auch der war bereits angekündigt worden und wurde nun noch einmal präsentiert.

Datenwolken gibt es von verschiedenen Anwendern, Google ist sehr erfolgreich mit seinem Angebot GoogleDocs. Apple arbeitet seit Längerem an seinem Konkurrenzprodukt, am 12. Oktober soll es nun starten. Der Speicherplatz ist allerdings begrenzt, fünf Gigabyte stehen kostenlos zur Verfügung, um Fotos, Dokumente oder Musik im Netz abzulegen. Mehr muss gekauft werden.

Neue Software für Sprachsteuerung

Wie bei Blackberry gibt es außerdem nun ein Nachrichtensystem zwischen Applegeräten, iMessage genannt. Ohne zusätzliche Kosten können sich Applenutzer gegenseitig kurze Botschaften schicken und chatten. Die Funktion wird für Applenutzer untereinander wohl schnell Angebote wie SMS ersetzen, für die Mobilfunkanbieter Gebühren verlangen. Bislang konnten Apple-Geräte mit entsprechenden Kameras schon miteinander Videochats aufbauen, doch scheint die Textnachricht deswegen noch lange nicht erledigt.

Ebenfalls neu bei Apple ist eine Sprachsteuerung, die den Namen verdient. Ein persönlicher Assistent und Sekretär will das iPhone künftig sein. Mit Worten kann es dank einer neu eingekauften Software namens Siri nicht nur gesteuert werden wie bisher schon. Der Assistent könne auf Zuruf als Diktiergerät dienen, im Netz nach Begriffen suchen, den schnellsten Weg nach Hause anzeigen, oder Fragen verstehen und beantworten wie: "Wie viele Tage sind es noch bis Weihnachten."

Er versteht laut Apple Englisch, Französisch und Deutsch und werde mit der Zeit besser, da er sich an die Stimme des Nutzers gewöhne. Sprachsteuerungen dieser Art gibt es schon, sie alle aber haben Probleme damit, wirklich jedes Wort zu verstehen. Entgegen seiner sonstigen Politik, nur fertig entwickelte Produkte anzubieten, wies Apple nun darauf hin, dass es sich bei dem Programm um eine Beta handele, eine Vorversion also.