Auf der Consumer Electronics Show CES in Las Vegas werden über 30 neue Ultrabook-Modelle vorgestellt. Die Geräte sind eine Reaktion auf den derzeitigen Tablet-Boom, der zu Lasten des herkömmlichen Notebook-Geschäfts geht. Ultrabooks sind besonders schlanke Notebooks, die ohne CD- oder DVD-Laufwerk auskommen und besonders schnell startklar sind.

Der Chip-Hersteller Intel treibt die Entwicklung voran und versucht, das Ultrabook-Konzept mit den Vorteilen der Tablets zu verbinden. Intel-Manager Mooly Eden stellte in Las Vegas mehrere Technikstudien vor, die ein Ultrabook mit Touch-Bildschirm in Aussicht stellen.

Eden zeigte dabei auch einen funktionsfähigen Prototyp mit der wenig markttauglichen Bezeichnung Nikiski, bei dem ein transparentes Touchpad als zweites Display dient, wenn das Notebook zusammengeklappt ist.

Es funktioniert dann wie ein schmales Touchdisplay eines Tablets und zeigt unter anderem Termine und Nachrichten an, die auch bearbeitet werden können, ohne dass der Nutzer das Ultrabook wieder aufklappen muss. Das Nikiski scheint dafür Windows 8 zu benötigen, jedenfalls sieht die Oberfläche des kleinen Touchdisplays danach aus.

Aufgeklappt wird diese Fläche zum Touchpad, die erkennt, ob jemand mit dem Finger darauf navigiert oder die Hand darauf ablegt, um die Tastatur zu benutzen. In diesem Fall erkennt das Gerät diese Absicht des Nutzers und deaktiviert das Touchpad, damit nicht jede Bewegung der Handballen den Cursor auf dem Bildschirm beeinflusst.

Intel und Sprechtechnologie-Spezialist Nuance wollen Ultrabooks künftig zudem mit einer Sprachsteuerung ausstatten. Vorgesehen sei die Umsetzung für neun Sprachen, darunter auch Deutsch und Mandarin, sagte Nuance-Manager Peter Mahoney.