Seit dem heutigen Freitag ist das iPad 3 in den Läden, Verzeihung, offiziell heißt es lediglich "das iPad". Gleichzeitig sind auch die ersten Rezensionen und Tests erschienen. Das Fazit: Viele sind vor allem vom hochauflösenden Bildschirm des Tablets begeistert. Auch die Akkuleistung wird gelobt, wobei der Käufer von dieser nicht viel merkt, weil auch der Verbrauch steigt. Ein Überblick über einzelne Punkte:

Den besten Einblick in die Technik des Gerätes hat wie immer das Portal iFixit . Die Macher der Seite nehmen neue Gadgets auseinander und begutachten die Bauweise und die verbauten Einzelteile. Auch mit dem neuen Apple-Spielzeug haben sie das getan .

Leicht fiel ihnen das nicht. Die Glasoberfläche sei mit dem Rahmen verklebt, weswegen der Wechsel einzelner Bauteile wie beispielsweise der Batterie schwierig sei, schreiben sie. Grundsätzlich sei das zwar möglich, aber nicht zu empfehlen, da Schäden wahrscheinlich seien. Nicht zuletzt die Umwelt leide unter diesem Vorgehen des Apple-Konzerns, finden die Autoren. Aus Recyclingsicht sei es wesentlich besser, wenn umweltschädliche Teile wie die Batterie leicht herausgenommen werden könnten.

Zum Innenleben: Der Arbeitsspeicher ist nicht mehr wie beim Vorgänger in einem Gehäuse mit dem A5-Chip verbaut. Die beiden Speichersteine, die zusammen ein Gigabyte RAM liefern, sitzen auf der anderen Seite. Der nun eingesetzt A5X-Chip selbst hat eine so hohe Leistungsaufnahme, dass er gekühlt werden muss. Dazu wird die Wärme an die Aluminiumrückseite abgeleitet, die sich bei hoher Last nun merklich erwärmen kann. Im Sommer könnte das schnell zu einer Überhitzungswarnung führen, fürchten einige Tester.

Auffällig ist die große Batterie. Sie nimmt fast die gesamte Fläche des Tablets ein. Laut iFixit hat sie eine Leistung von 42,5 Wattstunden. Das ist fast doppelt so viel wie beim Vorgänger. Die Akkus des iPad 2 leisteten 25 Wattstunden. Apple gibt an, dass die Akkus beim Gerät der dritten Generation genauso lange halten wie beim Vorgänger. Der enorme Zuwachs wird also komplett durch die höhere Leistung des Bildschirms und des Chips aufgebraucht.

Der Bildschirm allerdings kann offensichtlich begeistern. MG Siegler, Tester beim Technikblog Techcrunch , kann sich kaum halten . Auf das Display zu schauen, sei im Vergleich zu den früheren Geräten so, als bekomme man nach langer Kurzsichtigkeit endlich eine Brille, schreibt er. Apples Dominanz auf dem Tabletmarkt werde nun noch sichtbarer.

Jeder, der sich ein jetzt verbilligtes iPad 2 kaufen wolle, solle nicht zuvor auf das neue Gerät schauen, empfiehlt er. Es werde sonst den Blick auf das Vorgängermodell verderben.

Das Problem mit der schnellen Netzverbindung

Ebenso begeistert ist Siegler von der Geschwindigkeit der Netzverbindung. Sie sei schneller als sein Wi-Fi zu Hause. Hierzulande wird dieses Erlebnis allerdings ausbleiben , da das iPad beim Mobilfunkstandard LTE auf einer anderen Frequenz funkt, als hiesige Anbieter.

Unter anderem deswegen ist sich Andreas Sebayang bei Golem nicht so sicher, dass das iPad ein echter Fortschritt ist . Der neue Akku beispielsweise führe zusammen mit dem LTE-Modem zu einem höheren Gewicht. Das iPad wiege daher nur 30 Gramm weniger als Geräte der ersten Generation und sei 80 Gramm schwerer als beispielsweise ein Galaxy Note 10.1 von Samsung.