Reisende können seit dem 1. Juli im EU-Ausland günstiger telefonieren . Wer sich im Ausland anrufen lässt, muss nun maximal 10 Cent pro Minute bezahlen. Wer selbst anruft, den kostet das Telefonat nicht mehr als 35 Cent pro Minute. Der Empfang von SMS ist weiterhin in der gesamten EU kostenlos, das Verschicken darf nicht mehr als 11 Cent kosten. Das sieht eine Roaming-Verordnung der Europäischen Union vor.

Auch für das mobile Internet gibt es eine Preisobergrenze: 83 Cent für ein heruntergeladenes Megabyte Daten. Zudem wird für jeden Nutzer im Ausland automatisch ein Limit von 50 Euro Datenkosten eingerichtet. Die Telefongesellschaft muss einen Kunden warnen, wenn er 80 Prozent seines Limits verbraucht hat. Erreicht ein Verbraucher das Limit, muss die Datenverbindung gekappt werden. Allerdings kann ein Nutzer, der mehr surfen will als für 50 Euro, sein Limit anheben. Sparsame Menschen können die Preisgrenze auch senken.

Langfristig plant die EU-Kommission, die Telefonkosten noch weiter zu drücken. Ab 2015 sollen Handygespräche im Ausland nicht mehr teurer sein als solche im Inland. Das sagte die für Telekommunikation zuständige EU-Kommissarin Neelie Kroes dem Focus . "Die Konsumenten werden in Zukunft frei sein, ihren Roaming-Partner – also das entsprechende örtliche Telefonunternehmen – frei zu wählen, wenn sie ins Ausland reisen."