Name : ASB vom Arbeiter-Samariter-Bund, Erste Hilfe vom Deutschen Roten Kreuz und Erste-Hilfe-App von den Maltesern

Inhalte : Wann haben Sie zuletzt Ihre Kenntnisse in Erster Hilfe aufgefrischt? Wissen Sie noch, wie die stabile Seitenlage auszusehen hat, kennen Sie die Symptome eines Herzinfarkts und glauben Sie, auch in einer Stresssituation zu wissen, was Sie zu tun haben? Es gibt eine Reihe von Apps, die in einer solchen Lage hilfreich sein wollen.

Die App vom Deutschen Roten Kreuz etwa liest vor, was Ersthelfer tun müssen. Die bestätigen per Button jeweils, ob es sich um einen Verkehrsunfall handelt, ob der oder die Verletzte ansprechbar ist und so weiter. Wahlweise werden dazu Bilder gezeigt oder der gesprochene Text eingeblendet. Das kann nötig sein, wenn der Text lang ist, wie etwa bei der ausführlichen Beschreibung der Herzdruckmassage. Die App beinhaltet außerdem ein recht ausführliches Erste-Hilfe-Glossar mit vielen Querverlinkungen, einen kleinen Leitfaden für Notfall-Meldungen sowie eine Suche nach Blutspendeterminen in der Umgebung.

In der App des Arbeiter-Samariter-Bundes gibt es standardmäßig nur Anleitungen mit Texten und Bildern, etwa zu verschiedenen Methoden der Helmabnahme nach einem Motorradunfall. Es ist ratsam, sich die App nach der Installation genauer anzusehen, um im Notfall zu wissen, wo sich Informationen beispielsweise zur stabilen Seitenlage befinden. Die App kann um Videoanleitungen erweitert werden, das Paket aus sechs Videos kostet 79 Cent. Dafür sind Kontaktinformationen zu mehreren Giftinformationszentralen enthalten. Außerdem können Nutzer persönliche medizinische Informationen speichern: Vorerkrankungen, Allergien, oder die Telefonnummer vom Hausarzt zum Beispiel. Helfern nützt das allerdings nur etwas, wenn sie die App öffnen können – eine Bildschirmsperre sollte der Nutzer also nicht verwenden.

Die Erste-Hilfe-App der Malteser bietet unter den Menüpunkten Notfallhilfe und Erste-Hilfe-Tipps sehr kurze Stichwortlisten zu Symptomen und Gegenmaßnahmen, teilweise auch mit Bildern. Die Bedienung erfordert allerdings viel Scrollen und Tippen, die Schrift ist klein und lässt sich nicht vergrößern. Leider wechselt die App automatisch zurück ins Startmenü, sobald das Smartphone in die Waagerechte oder zurückgekippt wird, sodass man sich erneut durch die Einzelschritte tippen muss. Die einzelnen Knöpfe in den Untermenüs reagieren zudem nicht immer so wie gewünscht, manche Anleitungen ließen sich im Test in der Android-Version erst nach mehreren Versuchen öffnen. In der iOS-Version trat dieser Fehler nicht auf.

Plattform : Die App vom DRK gibt es für iOS ab Version 3.1 sowie für Android ab Version 1.6. Die ASB-App gibt es für iOS ab Version 4.0 und für Android ab Version 1.6. Die Malteser-App gibt es für iOS ab Version 5.1 und für Android ab Version 2.2.