Das Leben erleichtern und ein virtuelles Gedächtnis sein – das will Evernote, das Notizbuch fürs Smartphone. Millionen Menschen nutzen es bereits. Google hat nun ebenfalls ein Produkt für diesen Markt veröffentlicht. Das Programm heißt Keep, englisch für Behalten, und reiht sich in die lange Schlange der Notizbuch-Apps.

Die gibt es seit Jahren in vielen Ausprägungen. Die beste und beliebteste bislang ist die schon erwähnte App Evernote. Keep kann nicht so viel wie der Konkurrent, aber es hat ein paar sinnvolle Funktionen.

Das Grundprinzip ist simpel: Das Programm macht den Schirm des Telefons zur Pinnwand und zeigt die Notizen wie Klebezettel auf dieser Wand. In einer oder zwei Spalten können die Zettel entweder untereinander oder neben- und untereinander sortiert werden. Seit Microsoft sein mobiles Betriebssystem erneuert hat, erinnert eine solche Darstellung sofort an die Kacheln von Windows Phone. Leider ist Keep nicht so flexibel wie Windows, die Notizzettel lassen sich nicht beliebig anordnen und verschieben. Neue Inhalte sortiert Keep oben links ein und verschiebt die anderen dementsprechend.

Listen abhaken

Einmal gespeicherte Zettel können die Keep-Nutzer verschicken, löschen, oder archivieren. Werden sie archiviert, verschwinden sie vom Hauptbildschirm und landen auf einem zweiten, eben dem Archiv. Außerdem gibt es eine Farbpalette, um die Zettel bunt zu gestalten und so zu unterscheiden. Sämtliche Notizen können im Volltext durchsucht werden. Eine Sortierfunktion, beispielsweise nach eben diesen Farben, hat Keep allerdings nicht.

Keep speichert Texte, Bilder und Töne, außerdem hat das Programm eine Listenfunktion. Einkaufszettel oder ähnliches sind damit schnell geschrieben und die Punkte der Liste können anschließend einzeln abgehakt werden.

Wer nicht tippen will, kann seine Texte auch diktieren. Keep schneidet den Ton mit und erzeugt gleichzeitig einen Text daraus. So etwas bieten Evernote und andere nicht, sie können im Zweifel nur Ton aufzeichnen und wieder abspielen. Diese Diktierfunktion allerdings könnte Google noch verbessern, um es vorsichtig zu formulieren.