Die Glieder schmiegen sich wie ein Armband um das Handgelenk. Die miteinander verbundenen Elemente enthalten Akku, Antenne, Speicher und Prozessor, darüber liegt ein flexibles Display, auf dem unterschiedlichste Inhalte angezeigt werden, zum Beispiel die Uhrzeit. Auf der Rückseite schließt ein Band den Ring.

Bislang ist es nur ein Patent: Motorola hat einen entsprechenden Antrag für ein "elektronisches Gerät mit flexiblen Display" im Juni 2012 eingereicht. Skizziert ist darin eine Art intelligente Armbanduhr, ein Minicomputer für das Handgelenk mit gebogenem Display. Das US-Patentamt hat den entsprechenden Patentantrag nun veröffentlicht.

Bei den technischen Details ist das Unternehmen, das seit Mitte 2012 zu Google gehört, in seinem Antrag zwar nicht sehr spezifisch. Dafür begründet Motorola umso klarer, warum es sich für ein Gerät mit biegsamem Bildschirm interessiert. "Es gibt großes Interesse daran, flexible Displays zu kommerzialisieren für viele verschiedene Anwendungsbereiche, zum Beispiel Gaming, Unternehmensanwendungen, Tablets, elektronische Geräte, Armbanduhren und ähnliches." Mit anderen Worten: Motorola witterte bereits 2012 ein gutes Geschäft.

Mit dieser Einschätzung ist der Handybauer mittlerweile alles andere als allein. Vielen gilt der Markt für sogenannte Wearables als attraktiv, digitale Geräte also, die direkt am Körper getragen werden. Und im Gegensatz etwa zur Daten- und Kamerabrille Google Glass, gegen die viele Datenschützer Sturm laufen, scheinen uhrenartige Gadgets fürs Handgelenk weniger Bedenken auszulösen. Google und Apple wird nachgesagt, intensiv an intelligenten Uhren zu arbeiten. Der renommierte Technikblogger Sascha Pallenberg hat das Jahr 2014 bereits zum "Jahr der Smartwach" erklärt. 

Es dürfte schwierig werden, mit dieser Einschätzung danebenzuliegen, schließlich haben schon 2013 einige Konzerne Produkte im Smartwatch-Segment vorgestellt. Wer etwa vor Weihnachten nach entsprechenden Geräten sucht, wird feststellen: Die Smartwatches sind längst unter uns.

Das Branchenblog Mobilegeeks kam bereits im Sommer bei einer Übersicht des Angebotes zu einer erklecklichen Liste, eine einschlägige Webseite verzeichnet längst Trends auf diesem Gebiet.