Samsung hat am Montagabend das Galaxy S5 vorgestellt und dabei nicht mit Superlativen und Aussagen wie "erstmals in einem Smartphone" gespart. Was die reinen Hardware-Spezifikationen angeht, hat Samsung allerdings nicht alle Hoffnungen und Erwartungen erfüllt. Das S5 kommt zum Beispiel in Sachen Akkuleistung und Arbeitsspeicher nicht an das hauseigene Galaxy Note 3, das mit 5,7 Zoll größte Samsung-Smartphone, heran. Das Note 3 wirkt zudem auch äußerlich hochwertiger. Deshalb, und weil das S5 mit seinen vielen Funktionen so überladen wirkt wie schon das S4, fielen die meisten Reaktionen vergleichsweise zurückhaltend aus.

Das Design des S5 ist Geschmackssache, und vielen vor Ort schien der eine, ausschlaggebende Grund zu fehlen, das Gerät zu kaufen statt das Note 3 oder eines der vielen neuen Konkurrenzprodukte. Was Apple seit dem iPhone 4S vorgeworfen wird scheint sich nun bei Samsung zu wiederholen: Das S5 ist natürlich eine Weiterentwicklung des erfolgreichen Vorgängers – aber der "Wow"-Effekt fehlt. Es könnte die Stunde der anderen Android-Aushängeschilder sein.

Sony etwa hat in Barcelona mit dem Xperia Z2 einen auf den ersten Blick würdigen Nachfolger des erst wenige Monate alten Xperia Z1 vorgestellt. Das wasserdichte Aluminium-Gehäuse des Z2 wirkt schicker und edler als das Samsung Galaxy S5.

Die Kamera ermöglicht sogar Unterwasseraufnahmen, jedenfalls im flachen Wasser. Sie kann aber auch Videos in 4K-Qualität mit 3840 mal 2160 Pixeln aufnehmen, außerdem können Nutzer anschließend einzelne Bildbereiche in Zeitlupe abspielen, während der Rest des Films in normaler Geschwindigkeit läuft.

Wer sein Smartphone auch als Gesundheitsmonitor und persönlichen Trainer nutzen will, kann es mit Sonys SmartBand verbinden. Oder mit Sonys Smartwatch 2. Hier ist Samsung vielleicht noch am ehesten einen Schritt weiter: Die neuen Uhren namens Gear 2 und Gear Fit – technische Daten gibt es hier – sehen vergleichsweise fortschrittlich aus.

Bei der Akkuleistung, dem Arbeitsspeicher und dem Prozessor kann das Sony Xperia Z2 mit dem Note 3 von Samsung mithalten. Weitere technische Daten finden sich hier. Im März soll das Gerät auf den Markt kommen, also noch vor dem Galaxy S5, und es wird mit 600 Euro rund 50 Euro weniger kosten als sein Vorgänger bei der Markteinführung.