Das neue Spitzen-Smartphone von Samsung strotzt vor neuen Funktionen und Leistung. Wie schon die Vorgängermodelle richtet sich das Galaxy S5 an jene, die alles, was technisch möglich ist, in ihrem Telefon haben wollen – zumindest, was die Funktionen angeht.

Im S5 ist eine großer Full-HD-Bildschirm mit einer Diagonale von 5,1 Zoll (12,9 cm) bei einer Auflösung von von 1.920 mal 1.080 Pixeln verbaut. Zudem bietet es einen Fingerabdruck-Sensor, einen Pulsmesser unter der Kamera und eine 16-Megapixel-Kamera mit einem Autofokus, der ein Motiv in nur 0,3 Sekunden scharf stellen soll. Zur Wahl stehen außerdem ein selektiver Fokus, um Hintergründe unscharf gestalten zu können, sowie ein HDR-Modus für Fotos und Videos bei ungünstigen Lichtverhältnissen.

Das neue Top-Galaxy funkt auf vielen LTE-Frequenzen und bietet angeblich ein superschnelles WLAN. Ein "Download Booster" soll dafür sorgen, dass ein Gigabyte Daten in nur 30 Sekunden heruntergeladen werden können. Mit einem Fingerabdruck-Sensor können Benutzer das Gerät entsperren oder Bilddateien sichern.

Die Entscheidung, das Gehäuse gegen Staub und Spritzwasser zu schützen, dürfte zum einen an Sonys Vorlage liegen. Dessen Z1 und nun das Z2 sind ebenfalls wasserdicht – und das Unternehmen lässt keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen. Zum anderen gab es vom Galaxy S4 eine "Actice"-Version, die derart geschützt und offenbar sehr beliebt war.

Der neue "Ultra Power Saving Mode" zum Akkusparen schaltet das Display auf schwarz-weiß und stoppt alle Funktionen außer SMS und Telefon, damit der Besitzer im Notfall noch möglichst lange erreichbar ist. Der Akku selbst ist 2.800 Milliamperestunden stark, was für zwölf Stunden Videowiedergabe reichen soll. Außerdem lässt sich das Smartphone auf einen Kindermodus umstellen. Spiele-Apps bleiben dann aktiv, der Zugriff auf alles andere wird aber verhindert.

Hardware ist bei Sony schon stärker

Was die vielen Features etwas vergessen lassen: Samsung hat für sein Topmodell im Gegensatz zu Sony nur zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sowie nur 16 beziehungsweise 32 Gigabyte Festspeicher (plus Steckplatz für eine SD-Karte) vorgesehen. Außerdem gibt es nur den nicht mehr ganz aktuellen Snapdragon 800 als Prozessor. Und die Hülle ist weiterhin aus Plastik – das allerdings edler aussieht, als es sich anfühlt.

Das Galaxy S5 kommt am 11. April in vier verschiedenen Farben auf den Markt, wie Samsung bei der Vorstellung ankündigte. Über den Preis wurde nicht geredet.

Der weltgrößte Smartphone-Hersteller drängt zudem auf den Markt für Fitness-Tracker. Passend zum S5 stellte Samsung die Datenuhr Gear Fit vor. Sie sieht wie ein schmales Fitness-Armband aus, kann auf ihrem leicht gebogenen Display aber auch im Zusammenspiel mit einem Smartphone auf eingegangene E-Mails oder Kurznachrichten hinweisen. Sie ist zwar leicht, aber mit etwa einem Zentimeter auch recht dick.