In den vergangenen Wochen hat das Startup Oneplus häppchenweise immer mehr Details zu seinem Smartphone mit dem Namen One verraten – dem ersten, das ausschließlich mit Cyanogenmod angeboten wird. Dabei zeichnete sich bereits ab, dass Käufer eine äußerst gute Ausstattung zu einem günstigen Preis bekommen werden. Das bestätigt sich nun.

Oneplus unterbietet den einst angepeilten Preis von weniger als 350 Euro für das Cyanogenmod-Smartphone sogar noch deutlich: Das Basismodell des One kostet mit 16 Gigabyte Flash-Speicher nur 270 Euro. Damit gibt es zum Preis eines Mittelklassegeräts ein Smartphone mit hochklassiger Ausstattung. 300 Euro kostet das Smartphone mit 64 Gigabyte Flash-Speicher – eine Vervierfachung des internen Speichers für nur 30 Euro. Selbst Google verlangt üblicherweise 50 Euro Aufpreis, und das für eine Speicherverdopplung.

One sticht auf dem Papier das Nexus 5 aus

Mit diesem günstigen Preis könnte Oneplus einen neuen Preiskampf im Smartphone-Markt einläuten. Bislang galten die Nexus-Smartphones von Google als preisgünstige Smartphones mit besonders guter Ausstattung, aber im direkten Vergleich kann das derzeit aktuelle Nexus 5 nicht mithalten: Die 16-Gigabyte-Ausführung des Nexus 5 ist 80 Euro teurer als die des One bei weniger Arbeitsspeicher, einem etwas langsameren Prozessor, einem weniger leistungsfähigen Akku und einer Kamera mit geringerer Auflösung.

Wer sein Smartphone intensiv nutzt, wird die 30 Euro Aufpreis für mehr Flash-Speicher in Kauf nehmen, denn dem One fehlt ein Steckplatz für Speicherkarten. Wenn der interne Speicher voll ist, lassen sich keine weiteren Daten auf dem Gerät ablegen. Bei einer Kapazität von 64 Gigabyte sollte dies nicht so schnell zum Problem werden.

Die übrige technische Ausstattung ist auf dem Niveau aktueller Topmodelle von Samsung, Sony und HTC: Das One hat einen 5,5 Zoll großen IPS-Touchscreen mit einer Auflösung von 1.920 mal 1.080 Pixeln. Das Display ist mittels Cornings Gorilla Glass 3 vor Kratzern und Beschädigungen geschützt. Auffällig ist, dass es auf der Displayseite kein Herstellerlogo gibt.

Der Rand zwischen Display und Gehäuse ist mit 4,6 Millimeter besonders schmal, das Gerät ist mit Maßen von 152,9 mal 75,9 Millimeter für ein Gerät mit 5,5-Zoll-Display kompakt. Auch die Dicke von 8,9 Millimeter liegt auf dem Niveau aktueller Topgeräte und mit einem Gewicht von 163 Gramm ist so vergleichsweise leicht oder schwer wie das HTC One M8 oder das Xperia Z2 von Sony. Als Prozessor steckt im One Qualcomms neuer Quad-Core-Prozessor Snapdragon 801 mit einer Taktrate von 2,5 Gigahertz. Zudem ist die GPU Adreno 330 eingebaut, die mit einer Taktrate von 578 Megahertz läuft. Zusammen mit drei Gigabyte Arbeitsspeicher sollte eine flüssige Bedienung des Smartphones gewährleistet sein.

Smartphone mit langer Akkulaufzeit

Im Smartphone steckt eine 13-Megapixel-Kamera mit Sonys Exmor-Sensor IMX 214 mit optischem Bildstabilisator und zweifachem LED-Blitz. Damit sollen durch Einsatz von sechs Linsen besonders gute Fotos entstehen, auch bei schlechten Lichtbedingungen. Die Auslösezeit soll bei 0,3 Sekunden liegen. Auf der Displayseite gibt es eine 5-Megapixel-Kamera. Das Smartphone hat Stereo-Lautsprecher von JBL, die im unteren Gehäuserand untergebracht sind.

Das One hat zwar ein LTE-Modul, deckt aber einige für Deutschland wichtige LTE-Frequenzen nicht ab. Vor allem in ländlichen Regionen könnte es mit dem One keinen LTE-Empfang geben, weil nur die LTE-Bänder 1, 3, 4, 7, 17, 38 und 40 unterstützt werden. Zudem gibt es UMTS auf den Frequenzen 850, 900, 1.700, 1.900 sowie 2.100 Megahertz und Quad-Band-GSM. Es gibt Dual-Band-WLAN nach 802.11 a/b/g/n samt dem neuen ac-Standard, Bluetooth 4.1, einen GPS-Empfänger und einen NFC-Chip.