LG hat mit seinem neuen Smartphone G3 konsequent die im vergangenen Jahr mit dem G2 begonnene Linie fortgeführt. Neben der verbesserten Hardware hat LG beim G3 aber auch einige Details am Gehäuse geändert. Zudem gibt es bei der Software neue Funktionen, einige bisherige Funktionen sind hingegen nicht mehr vorhanden.

LG ist der erste der größeren Hersteller, der ein hochauflösendes 1440p-Display verbaut. Dieses zeigt Bildschirminhalte absolut scharf an, selbst bei sehr feinen Details sind einzelne Pixel mit bloßem Auge nicht auszumachen. Im direkten Vergleich ist der Unterschied auch zu einem guten 1080p-Bildschirm zu erkennen: Dank der höheren Pixeldichte wirkt das 5,5-Zoll-Display des G3 noch eine Spur feiner als beispielsweise das des Oneplus One.

Die Farben des G3-Displays sind kraftvoll, aber natürlich und nicht übertrieben. Dank einer automatischen Optimierung des Stromverbrauchs soll der Akku des G3 trotz des 1440p-Displays um bis zu 20 Prozent länger halten als bei Konkurrenzgeräten. Einen Ultra-Stromsparmodus wie das Galaxy S5 oder das HTC One (M8) hat das G3 nicht, lediglich einen normalen Stromsparmodus.

Optisch edler als der Vorgänger

Das Gehäuse ist aus Kunststoff, der Rückdeckel ist abnehmbar. Entgegen anderslautenden Gerüchten ist dieser nicht aus Metall, einige Farbvarianten glänzen aber metallisch. Auch beim G3 hat LG den Einschaltknopf auf der Rückseite eingebaut, er steht aber weniger auffällig aus dem Gehäuse hervor als beim G2 und ist jetzt rund. Dies sieht deutlich edler aus.

Neben dem Standarddeckel bietet LG mit dem Quick-Circle-Cover ein Klapp-Cover an, das in einem runden Fenster auf der Vorderseite Informationen anbietet und Interaktionen ermöglicht. Tippt der Nutzer zweimal in das Fenster, erscheint zunächst eine Uhr; das Design des Ziffernblattes ist wählbar. Wird die Uhr weggewischt, erscheinen mehrere Icons - neben der vorinstallierten Fitness-Software ist unter anderem auch ein direkter Zugriff auf die Kamera möglich. Diese wird direkt in dem kleinen runden Fenster gestartet, der Nutzer kann Fotos machen, ohne das Cover aufzuklappen. Das funktioniert zuverlässig und ist praktisch. Allerdings müssen die einzelnen Icons etwas länger gedrückt werden, was den durch das fehlende Aufklappen entstehenden Zeitvorteil etwas vermindert.

Motive werden mittels Laser fokussiert

Die Hauptkamera des G3 hat eine Auflösung von 13 Megapixeln. Mit einem verbesserten Bildstabilisator und einem lichtempfindlichen Sensor sollen auch in dunkleren Umgebungen gute Fotos entstehen. Tatsächlich sehen die im nur mäßig beleuchteten Präsentationsbereich gemachten Fotos zumindest auf dem Display des G3 gut aus, auch wenn feine Details etwas zu verschwommen scheinen. Ein abschließendes Urteil kann aber erst ein ausführlicherer Test bringen.

Neben der Kamera ist auf der Rückseite des G3 ein Infrarot-Sender eingebaut, der mit Hilfe von gesammelten Tiefeninformationen einen schnellen Autofokus ermöglichen soll - von LG als "Laser" bezeichnet. Dadurch sollen Fotos schneller scharf gestellt werden - laut LG in 0,3 Sekunden. In der Praxis fokussiert das G3 tatsächlich sehr schnell: Selbst wenn wir unsere Hand vor die Kamera halten und wieder wegnehmen, findet das Smartphone den neuen Fokus in Sekundenbruchteilen. Dank der lichtunabhängigen Infrarottechnologie klappt das auch bei schlechter Beleuchtung gut.